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Entscheidung in Tel Aviv Eurovision Song Contest: Niederlande gewinnen, Deutschland Drittletzter

Die Niederlande haben den Eurovision Song Contest 2019 gewonnen. Das deutsche Duo S!sters landete auf dem drittletzten Platz – sang aber (immerhin) besser als Madonna.

Musiker und Bands aus 26 Ländern haben am Samstagabend in Tel Aviv darum gekämpft, die begehrte Trophäe und damit die weltweit größte Musikshow zu gewinnen. Platz 1 ging an die Niederlande.

Das ist der Gewinnersong

Der 25-jährige Niederländer Duncan Laurence überzeugte das Publikum und die Jury mit dem Song Arcade – einer berührenden Ballade über die schmerzhaften Seiten der Liebe und ein gebrochenes Herz.

Auf Rang zwei schaffte es Italien. Russland landete auf dem dritten Platz.

Deutschland landete mal wieder hinten. Das Duo S!sters wurde Drittletzter und setzte damit die deutsche Misserfolgsserie fort, die nur im vergangenen Jahr unterbrochen wurde, als Michael Schulte überraschend auf Platz vier kam.

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Nahezu komplett erfolglos: S!sters aus Deutschland. Picture Alliance

Nur Weißrussland und Großbritannien holten beim 64. ESC noch weniger Punkte.

Trotzdem: Alle sangen besser als Madonna

Seit Wochen freuten sich Fans, dass Madonna beim ESC-Finale auftreten soll. Erst drei Tage vor der Show haben die Veranstalter ihren Auftritt offiziell bestätigt. Doch der Auftritt der Pop-Ikone in der Abstimmungspause klang dann ziemlich schief. Erst sang Madonna ihren 30 Jahre alten Hit Like a Prayer, danach präsentierte sie mit dem US-Rapper Quavo den nach Jamaika und Dancehall klingenden neuen Song Future. In den sozialen Netzwerken ergoss sich Spott und Häme, einige Nutzer fragten, ob das die echte Madonna sei.

Alle haben besser gesungen als Madonna“ Barbara Schöneberger#Eurovision hahaha ich krieg die Tür nicht zu.

Denis Hockberg (@Hockbrg) 18. Mai 2019

Über eine Millionen Euro Gage soll Madonna für den Auftritt bekommen haben. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat das aber nicht gezahlt. Ein israelischer Milliardär, der mit dem Auftritt Werbung für sein Land machen möchte, ist für die Kosten aufgekommen.

Deswegen war Australien beim ESC dabei

Seit 2015 ist Australien regulär beim ESC dabei ist – ein Kuriosum, weil der fünfte Kontinent kein aktives Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist, was eigentlich Voraussetzung für eine ESC-Teilnahme ist.

In Down Under ist die ESC-Fangemeinde jedoch so groß, dass es mittlerweile einen Vertrag zwischen der EBU und dem australischen Sender SBS gibt, der eine Teilnahme bis mindestens 2023 garantiert.

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