Fall Lügde: Staatsanwaltschaft geht in Revision (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nach Bewährungsstrafe für ersten Angeklagten Missbrauchsprozess Lügde: Staatsanwaltschaft will in Revision gehen

Nach dem ersten Urteil im Prozess um den massenhaften Kindesmissbrauch von Lügde will die Staatsanwaltschaft in Revision gehen. Das Landgericht Detmold hatte den Angeklagten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Der Mann soll in den Jahren 2010 bis 2011 an mindestens vier Webcam-Übertragungen beim Missbrauch von Kindern teilgenommen haben. Laut Gericht, hat er in zwei Fällen den Mitangeklagten Andreas V. zum Missbrauch aufgefordert.

Getrennte Prozesse

Heiko V. hatte am ersten Verhandlungstag des Hauptprozesses ein Geständnis abgelegt. Sein Verfahren wird getrennt vom Hauptprozess verhandelt.

Im Hauptprozess, der am 1. August fortgesetzt wird, sind ein 56-jähriger Dauercamper aus Lügde und ein 34-Jähriger aus Steinheim nahe der niedersächsischen Landesgrenze angeklagt.

Jüngste Opfer waren im Kindergartenalter

Die beiden Männer sollen über viele Jahre hinweg Jungen und Mädchen teilweise schwer sexuell missbraucht haben. Einige der Gewalttaten filmten sie laut Staatsanwaltschaft. Die jüngsten Opfer sollen im Kindergartenalter gewesen sein.

REDAKTION
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