Dampf steigt aus dem Braunkohlekraftwerk Niederaußem des Energieversorgers RWE in Nordrhein-Westfalen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa / Federico Gambarini)

Erdüberlastungstag Das sind die größten Klima-Killer

AUTOR/IN
AUTOR/IN

Heute ist "Erdüberlastungstag" – der Tag, an dem die Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht sind. Was bedeutet das für uns und was sind die größten Klimakiller?

Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit ökologisch auf Pump, teilte die Naturschutzorganisation „Global Footprint Network“ heute mit und erklärte den 29. Juli 2019 zum "Weltüberlastungstag" oder "Earth Overshoot Day". Dominik Bartoschek erklärt im Audiobeitrag, was das bedeutet. Darunter haben wir aufgelistet, wodurch das meiste CO2 ausgestoßen wird.

Dauer

Die größten Klimakiller sind Braunkohlekraftwerke

Es sind Einzelanlagen mit gewaltigen Mengen an Emissionen, zum Beispiel der RWE-Meiler in Neurath in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 30 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. Nimmt man nur die beiden nächsten Braunkohlekraftwerke dazu - Eschweiler-Weisweiler, ebenfalls in NRW, und Jänschwalde in Brandenburg – dann sind wir bei fast zehn Prozent der gesamten deutschen Emissionen.

Auch wenn man die Klimabelastung nach den verschiedenen Sektoren analysiert, ist die Energiewirtschaft vorne, mit einem starken Drittel. Danach kommt die Industrie mit gut 20 Prozent, knapp dahinter der Verkehr. Schon deutlich dahinter - unter zehn Prozent - stammen aus der Landwirtschaft.

Im privaten Bereich sind Wohnungen die größten Klimakiller

Gut ein Drittel der CO2-Emissionen privater Haushalte stammt aus dem Wohnbereich. Vor allem durch Heizung und Strom. Eigentümer können dämmen oder die Heizung erneuern, bei Mietern wird das schwierig.

Danach kommt die Mobilität. Hier schlagen vor allem Flugreisen voll ins Kontor. Einmal nach Teneriffa ist nach Angaben der Organisation "Germanwatch" so schädlich wie ein ganzes Jahr Autofahren.

Milchkühe stehen auf der Weide.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Mohssen Assanimoghaddam/dpa)
Die Kuh als Klimakiller: Die Wiederkäuer produzieren Methan, und das ist noch klimaschädlicher als CO2. picture alliance/Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Auf Fleisch verzichten kann helfen, das Klima zu retten

Privat entscheiden wir aber auch mit unserem Konsum über den CO2-Ausstoß weltweit mit, etwa beim Thema Fleisch. Wenn ein Fleischesser zum Vegetarier wird, spart das etwa eine Tonne CO2 pro Jahr - ein Zehntel des von ihm verantworteten Jahresausstoßes. Fliegt er dafür nach Gran Canaria statt nur nach Mallorca, ist der Effekt dahin.

Demonstration in Hamburg

In Hamburg haben etwa 1.000 Menschen demonstriert und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen verlangt. Auf ihren Plakaten standen Sätze wie "Endliche Ressourcen - unendliche Arroganz", mit denen sie Politik und Wirtschaft zum Gegensteuern aufforderten.