Bahnmitarbeiter (Foto: picture-alliance / dpa, Andreas Arnold)

EVG und Bahn einigen sich auf Tarifvertrag Mehr Geld und auch mehr Urlaub möglich

Bahnmitarbeiter werden bald besser bezahlt. Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG haben sich geeinigt. Wegen der kleineren Gewerkschaft GDL sind Probleme für Zugreisende zu Weihnachten jedoch nicht ausgeschlossen.

Die etwa 160.000 Beschäftigten bei der Bahn dürfen sich auf 6,1 Prozent höhere Löhne freuen. Die Anhebung erfolgt in zwei Schritten: Zum 1. Juli 2019 um 3,5 Prozent, ein Jahr später noch einmal um 2,6 Prozent. Auf diesen Tarifabschluss haben sich Bahn und EVG am frühen Morgen geeinigt. Außerdem bekommen sie im Februar eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft 7,5 Prozent mehr Lohn gefordert.

Mehr Geld ab 2020 oder mehr Urlaub

Außerdem können die Bahnmitarbeiter auch mehr Freizeit genießen: Sie dürfen sich nämlich aussuchen, ob sie die zweite Lohnerhöhung von 2,6 Prozent haben möchten - oder stattdessen lieber sechs Tage zusätzlichen Urlaub ab 2021. Die neuen Tarifverträge gelten rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis zum 28. Februar 2021 und haben damit eine Laufzeit von 29 Monaten.

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sprach von einem "Erfolg auf ganzer Linie". Die Gewerkschaft habe alle ihre 37 Forderungen durchgesetzt. DB-Personalvorstand Martin Seiler meinte: "Der Abschluss ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für unsere Belegschaft und ein großer Schritt in eine noch modernere Tarif- und Arbeitswelt. "Nun könne sich das Unternehmen mit ganzer Kraft darauf konzentrieren, die Agenda für eine bessere Bahn umzusetzen und bei Qualität und Pünktlichkeit besser zu werden.

Dauer

Konflikt mit Lokführer-Gewerkschaft GDL geht weiter

Die Gewerkschaft GDL, die das  Zugpersonal vertritt, war mit den gleichen Forderungen wie die EVG in die Tarifverhandlungen gegangen. Sie erklärte die Verhandlungen gestern jedoch für gescheitert. Sie drohte, dass die Lokführer über die Weihnachtsfeiertage Überstunden abbauen könnten. Das könne ähnliche Auswirkungen wie ein Streik haben.

REDAKTION
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