Drohne am Himmel in der Nähe eines Flughafens (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Bundesregierung will Flughäfen besser schützen Drohnenpiloten wehren sich gegen größere Flugverbotszonen

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Die Bundesregierung will, dass Flughäfen besser vor Drohnen geschützt werden. Die Deutsche Flugsicherung wurde nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" beauftragt, einen Aktionsplan zur Drohnenabwehr auszuarbeiten.

Immer wieder kommt es vor, dass Drohnen den Flugverkehr stören oder sogar ganz lahmlegen. Im letzten Jahr wurden 158 Fälle gemeldet - 80 Prozent mehr als im Jahr davor. Grund für die Bundesregierung, aktiv zu werden. Bereits bis Ende September solle der Plan stehen, schreibt die Zeitung. Eine Forderung: Eine 18 Kilometer große Flugverbotszone um Flughäfen.

Das Verbot seien nicht die Verbotszonen sondern zu wenig Aufklärung

Der Bundesverband der Copter-Piloten hält nichts von einer solchen Ausweitung der Flugverbotszonen. Vorstandschef Christoph Bach sagte im SWR, das Problem seien nicht die Verbotszonen, sondern die Tatsche, dass ein "Großteil der Bevölkerung nicht darüber informiert ist, wo geflogen werden darf und wo nicht." Eine Ausweitung der Verbotszonen würde deshalb nichts bringen. Nötig sei vielmehr eine Informationskampagne, "die erklärt, wo geflogen werden darf und wo nicht", so Bach.

"Ausweitung der Verbotszonen macht Drohnenfliegen in Großstädten unmöglich"

Nach Ansicht des Copter-Bundesverbandes halte auch eine größere Flugverbotszone Kriminelle nicht davon ab, für Störungen des Flugverkehrs zu sorgen. Hinzu käme, das eine solche Ausweitung Drohnenfliegen in Großstädten wie Hamburg oder Berlin quasi unmöglich mache. Dies behindere jedoch die Arbeit von Unternehmen, die Drohnen im Arbeitsalltag einsetzten.

Elektonischer "Käfig" um Flughäfen

Bach schlug vor, um Flughäfen und andere Gebiete, in denen Drohnen nicht fliegen dürfen, eine Art "elektronischen Käfig" zu ziehen. Der sorge dann dafür, dass die Flugkörper automatisch stoppten. Viele Drohnen seinen bereits mit einem sogenannten "Geofancing" ausgerüstet, das solche elektronischen Verbotszonen erkennt. Zudem müssten die Drohnen-Hersteller dazu gezwungen werden, nur noch Flugobjekte mit diesem Merkmal auszuliefern.

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