Diebstähle in Kliniken. Ein Kommentar Tatort Krankenhaus

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Immer wieder werden Krankenhauspatienten Opfer von Diebstählen. Die Klinikbetreiber werden hier ihrer Verantwortung nicht gerecht, meint Stefan Giese.

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Stefan Giese (Quelle: SWR)

Für die meisten Menschen ist es ohnehin nicht besonders erstrebenswert, Patient in einem Krankenhaus zu sein. Richtig unangenehm wird es aber spätestens dann, wenn Sie in einer Klinik bestohlen werden. Die Polizei in Mainz warnt momentan vor einer Diebstahlsserie an der dortigen Universitätsklinik und gibt Tipps, wie sich die Patienten schützen können.

An der Universitätsklinik Mainz häufen sich laut Polizei Diebstähle (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Fredrik von Erichsen/dpa)
An der Universitätsklinik Mainz häufen sich laut Polizei Diebstähle picture alliance/Fredrik von Erichsen/dpa

Diebstähle in Krankenhäusern sind allerdings keine Mainzer Spezialität. Auch in Baden-Württemberg sind Kliniken Tatorte, an denen Diebe gerne zuschlagen. Im Jahr 2017 summierte sich der Schaden auf etwa 2,75 Millionen Euro.

So eine Warnung ist wichtig, ich sehe hier trotzdem weniger die Patienten in der Pflicht, als vielmehr die Krankenhausbetreiber. Ihnen liefern sich die Patienten auf Gedeih und Verderb aus. Sie befinden sich meist in einer Ausnahmesituation und haben ganz andere Sorgen, als sich um ihr Hab und Gut Gedanken machen zu müssen.

Um ihr Hab und Gut sollten sich Patienten im Krankenhaus keine Gedanken machen müssen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Um ihr Hab und Gut sollten sich Patienten im Krankenhaus keine Gedanken machen müssen Picture Alliance

Zurecht fordert der auch Allgemeine Patientenverband schärfere Eingangskontrollen in Kliniken, um Patienten vor Diebstählen zu schützen. Solange aber jeder einfach so in ein Krankenhaus hineinspazieren kann, besteht weiter jederzeit die Gefahr, die Klinik als Kriminalitätsopfer zu verlassen. Die Klinikbetreiber müssen ihre Patienten schützen – wer denn sonst?

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