Eine Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Kay Nietfeld/dpa)

Die Woche der Nobelpreise: Blick hinter die Kulissen

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Sie sind die wichtigsten Auszeichnungen in der Wissenschaft, aber auch der Gesellschaft: Die Nobelpreise in den Bereichen Medizin, Physik, Chemie, Literatur, Wirtschaft und der Friedensnobelpreis.

Es sind meist persönliche Auszeichnungen, aber sie gelten dennoch als Gradmesser für die Schaffenskraft eines Landes. Bis zum Jahr 2018 sind 590 Nobelpreise verliehen worden - an 856 Männer, 52 Frauen und 27 Organisationen. Bis zur Bekanntgabe - live zu verfolgen auf der offiziellen Website - gelten sie als besonders streng gehütetes Geheimnis.

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Verleihung am Todestag von Alfred Nobel

Die Idee hatte der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel, der im 19. Jahrhundert lebte. Er machte ein Vermögen mit hunderten von Patenten, darunter auf Dynamit. In seinem Testament vermachte er 30 Millionen Goldkronen einem Fonds, dessen Zinsen "jährlich als Preisbelohnung an diejenigen verteilt werden sollen, die im abgelaufenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erwiesen haben".

Seit 1901 werden die Preise an seinem Todestag, dem 10. Dezember, in Stockholm und der Friedensnobelpreis in Oslo überreicht. Verkündet werden die Träger aber in dieser Woche: Nach der Medizin kommt am Dienstag Physik, Mittwoch Chemie, Donnerstag Literatur und Freitag dann die bekannteste Auszeichnung, der Friedensnobelpreis. Am Montag in einer Woche folgt dann der Alfred Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, den es erst seit 1968 gibt.

Zwei Literaturpreise in diesem Jahr?

Ein Novum könnte es am Donnerstag geben: Wegen Belästigungs- und Korruptionsvorwürfen in der Jury der Schwedischen Akademie wurde im Vorjahr kein Literaturpreis vergeben. Deshalb sollen in diesem Jahr die Preisträger für 2018 und 2019 verkündet werden.

Der umstrittenste Preis ist häufig der Friedensnobelpreis: Namen wie Menachem Begin, Le Duc Tho, Henry Kissinger oder Yasir Arafat lassen zweifeln, ob eine solche Auszeichnung angesichts ihrer Rollen in kriegerischen Auseinandersetzungen berechtigt ist.

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