Ein Nutzer telefoniert mit einem Handy am Strand: Telefongebühren ins europäische Ausland werden günstiger (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Naupold/dpa)

Deckelung der Euro-Tarife Telefonate und SMS ins EU-Ausland werden günstiger

Vor knapp zwei Jahren fielen die Roaming-Gebühren, ab heute werden auch Telefonate ins europäische Ausland günstiger.

Pro Minute darf ein Gespräch höchstens noch 19 Cent kosten – egal, ob man über das Festnetz telefoniert oder mit einem Handy. Der Preis für eine SMS wird ebenfalls gedeckelt – und zwar auf sechs Cent pro Kurznachricht. Die Mehrwertsteuer kommt jeweils noch obendrauf. In Deutschland sind das aktuell 19 Prozent.

Damit verschwindet auf Druck der EU eine weitere Kostenfalle. Denn Auslandstelefonate in die Europäische Union waren bisher im Schnitt zwei- bis dreimal so teuer wie Inlandsgespräche – in manchen Fällen sogar zehnmal.

Warum man bei Telefonaten in die Schweiz aufpassen sollte - und ab wann die Regeln für wen genau gelten, erklärt Stephan Ueberbach im Audio:

Dauer

Bald auch gültig für Norwegen, Island und Liechtenstein

Die neuen Regeln gelten für Anrufe in alle 28 Mitgliedsländer der europäischen Union. Norwegen, Island und Liechtenstein sollen schon bald dazukommen. Betroffen sind zunächst allerdings nur Privatkunden-Verträge, bei denen Telefonate pro Minute abgerechnet werden.

Bei Tarifen mit Flatrates oder Minutenpaketen für Auslandsgespräche gilt eine Übergangsfrist bis zum 15. Juli. Wer will, kann aber bei seinem Anbieter auch die sofortige Umstellung beantragen, oder sich dafür entscheiden, bei den bisherigen Regelungen zu bleiben. Manche Verträge mit Sonderkonditionen für Auslandstelefonate können nämlich unter dem Strich günstiger sein.

Die EU-Kommission bezeichnet die Neuregelung als Beispiel dafür, wie der digitale Binnenmarkt das Leben der Menschen in Europa besser und einfacher macht.

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