IS-Kämpfer (Archiv) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uncredited/Amaq News Agency/dpa)

Debatte der G7-Staaten über IS-Rückkehrer Kinder von IS-Anhängern zurückgeholt

Mehrere Kinder inhaftierter deutscher IS-Anhänger sind aus dem Irak nach Deutschland geholt worden. Das hat das Auswärtige Amt mitgeteilt. Sie seien zu Verwandten gebracht worden.

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Zurzeit befänden sich acht Deutsche in irakischen Gefängnissen, nachdem sie als Helfer der Terror-Organisation IS verurteilt worden seien. 66 weitere deutsche IS-Sympathisanten werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums in Syrien festgehalten.

31-Jährige mit Kindern in Stuttgart gelandet

Gegen eine 31-jährige Mutter, die gestern in Stuttgart gelandet ist, ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wegen des Verdachts auf Kindesentziehung. Die Frau war mit ihren drei Kindern nach der Landung gleich verhaftet worden. 2015 soll sie gegen den Willen ihres Ehemannes nach Syrien gereist sein.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, eines der Kinder sei im Ausland gestorben, die Frau habe dort ein weiteres Kind bekommen. Nach SWR-Informationen ermittelt auch die Generalbundesanwaltschaft gegen die Frau - wegen möglicher Kontakte zur Terrororganisation IS.

G7 beraten über IS-Kämpfer im Ausland

In Paris beraten heute die Innenminister der G7-Staaten darüber, wie mit IS-Anhängern im Ausland umgegangen werden soll. Die Bundesregierung steht ihrer Rückkehr nach Deutschland skeptisch gegenüber. Sie will die Möglichkeit schaffen, künftig aktiven Dschihadisten mit doppelter Staatsangehörigkeit den deutschen Pass zu entziehen.

Für bisherige IS-Kämpfer gilt dies jedoch nicht. Sofern sie über einen deutschen Pass verfügen, haben sie grundsätzlich einen Anspruch darauf, wieder nach Deutschland einreisen zu können.

Der NDR hatte berichtet, dass in nordsyrischen Gefangenenlagern Hunderte Kleinkinder ausländischer IS-Anhänger festsitzen. Einigen gehe es lebensbedrohlich schlecht.

REDAKTION
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