Kind mit Masern am Rücken (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/KEYSTONE / URS FLUEELER)

Daten der WHO Masern-Infektionen sind um 300 Prozent gestiegen

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Die Zahl der Masern-Fälle ist in den ersten drei Monaten des Jahres weltweit um 300 Prozent gestiegen. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf bekannt gegeben.

Auch wenn die Daten noch unvollständig sind und noch vorläufig, so zeichnet sich doch ein deutlicher Trend ab: Die Zahl der Masernerkrankungen nimmt weltweit zu. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf mitteilte, wurden seit Jahresbeginn mehr als 112.000 Infektionen aus 170 Ländern gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 300 Prozent. Damals waren es knapp 28.000 Erkrankungen, die aus 163 Ländern gemeldet wurden.

Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Während sich im allgemeinen typisch rote Hautflecken bilden und Erkrankte über Fieber klagen, kann es in manchen Fällen auch zu Lungen- oder Hirnhautentzündungen kommen.

Westliche Welt wird immer impfskeptischer

Dass die Zahl der gemeldeten Infektionen wieder zunimmt, liegt nach Ansicht der WHO an einer wachsenden Impfskepsis in den Ländern der westlichen Welt. In armen Weltgegenden würden die Menschen dagegen gar keine Möglichkeit einer Impfung haben, heißt es vonseiten der Weltgesundheitsorganisation.

Deutschland diskutiert über Impfpflicht

Auch in mehreren Regionen Deutschlands droht eine Masernwelle. Die Bundesregierung prüft daher jetzt eine Impfpflicht für Kinder gegen Virusinfektionen. Was dafür und auch dagegen spricht, sehen Sie im Video.

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18:45 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Lange galten Masern als "harmlose Kinderkrankheit", die jedes Kind irgendwann "durchmachen" müsse. Doch Ärzte und Gesundheitsämter warnen eindringlich davor, Masern auf die leichte Schulter zu nehmen.

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