Die Kacheln sind im Schwimmbecken des ehemaligen Olympischen Dorfes der Sommerspiele von 1936 abgeplatzt.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa)

Viele Deutsche können nicht richtig schwimmen DLRG reicht Petition ein, um Schwimmbäder zu erhalten

Immer weniger Schwimmbäder und zu wenige Kinder, die schwimmen lernen. Das sei problematisch, sagt die DLRG. Deshalb hat sie eine Petition eingereicht, um die Schwimmbäder zu erhalten.

Zu viele Schwimmbäder werden laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Organisation (DLRG) geschlossen. Sie seien in einem schlechten Zustand. Daher fordert die DLRG einen bundesweiten Masterplan zur Rettung der Badeanstalten, damit auch in Zukunft Menschen das Schwimmen lernen können.

Ihre Petition mit 130.000 Unterstützern haben sie dazu im Bundestag eingereicht. Der Petitionsausschuss beschäftigt sich am Montag mit dem Thema.

Auch an Schulen machen sich fehlende Bäder bemerkbar

Der Erhalt der Badeanstalten sei wichtig. In den ersten acht Monaten sind 2018 laut DLRG etwa 445 Menschen in Deutschland ertrunken. Ein weiteres Problem sei fehlender Schwimmunterricht.

"Schwimmbäder machen dicht oder werden abgerissen."

Achim Wiese, Sprecher DLRG

DLRG: 80 Bäder pro Jahr schließen

60 Prozent der Zehnjährigen können laut DLRG nicht sicher schwimmen. Rund ein Viertel der Grundschulen kann keinen Schwimmunterricht mehr geben, so Achim Wiese, Sprecher bei der DLRG. "Schwimmbäder machen dicht oder werden abgerissen". Die, die noch stehen, seien häufig sanierungsbedürftig.

Diese Entwicklung zeichnet sich laut DLRG schon seit längerem ab. Seit dem Jahr 2000 hätten durchschnittlich jährlich 80 Schwimmbäder in Deutschland geschlossen.

REDAKTION
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