Rettungskräfte stehen nach dem Busunglück auf der portugiesischen Insel Madeira an dem Bus. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)

Bus stürzt Abhang hinunter Zahlreiche deutsche Touristen sterben bei Busunglück auf Madeira

Bei einem Busunglück auf der Ferieninsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des portugiesischen Außenministeriums handelt es sich um deutsche Staatsbürger, von deutscher Seite ist das noch nicht bestätigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Bestürzung auf das schwere Busunglück auf der portugiesischen Urlaubsinsel reagiert. Sie sagte, ihre aufrichtige Anteilnahme gelte vor allem den Familien, die in diesem Unglück ihre Liebsten verloren hätten.

Dreitägige Staatstrauer nach Busunglück

Bei dem Unglück auf Madeira sind elf Männer und 18 Frauen gestorben. Mehr als weitere 20 Menschen sollen verletzt sein. Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) ist am Abend nach Madeira gereist. Mit an Bord seines Fliegers waren auch Ärzte und Psychologen. Der Minister will mit Betroffenen sprechen und den Hilfskräften für ihren Einsatz danken.

Unterdessen prüft die Bundesregierung, ob ein Rettungsflugzeug der Luftwaffe zum Einsatz kommt, um den verletzten Deutschen schnell helfen zu können. Die portugiesische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet, um ihr Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen.

Ursache des Busunfalls noch unklar

Das Unglück ereignete sich dem örtlichen Zivilschutz zufolge am Mittwoch gegen 18:30 Uhr in der östlich von Funchal gelegenen Gemeinde Caniço. Der Bürgermeister des Ortes Santa Cruz, Filipe Sousa, erklärte, der Fahrer habe in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren.

ARD-Korrespondent Oliver Neuroth sagt, zur Unfallursache gebe es noch keine offiziellen Angaben. Medien berichten aber, dass "sich das Gaspedal des Buses verklemmt hat und so vor einer engen Kurve beschleunigte". Bestätigt ist das aber noch nicht. Es habe sich um einen relativ neuen Bus aus dem Jahr 2013 gehandelt.

Weiter berichtet Neuroth, dass das Hotel, in dem die Urlauber untergebracht waren, mitgeteilt habe, dass die Gäste aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands gekommen seien. Es sei aber keine gemeinsame Reisegruppe gewesen.

REDAKTION
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