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60 Jahre Blitzer. Ein Kommentar Blitzerfotos ins Bilderalbum!

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Martin Rupps findet Blitzerkameras, die ihren 60. Geburtstag feiern, so toll wie Wanzen im Wohnzimmer. Viele Blitzer sind Abzocke, aber manche retten jeden Tag Leben.

Die meisten von uns finden sich auf Fotos schlecht getroffen. Die Frisur sitzt nicht. Und diese Brille, oh Gott. Wie kommen eigentlich die Pickel oder Altersflecken aufs Bild?

Manche Autofahrer sind auf Blitzerkameras vorbereitet… (Foto: SWR)
Manche Autofahrer sind auf Blitzerkameras vorbereitet…

Völlig unvorteilhaft sind Blitzerfotos. Schwarz-weiß, langweiliges Motiv, Frau oder Mann am Steuer. Wir gucken nicht mal in die Kamera. Wohl kein Blitzerfoto hat es je wegen seiner Schönheit in ein Bilderalbum geschafft. Heute vor 60 Jahren ging der erste Fotoapparat, dem wir die gruseligen Bilder verdanken, in Betrieb. Seine geringe Beliebtheit teilt er sich mit Wanzen im Wohnzimmer und einem platten Reifen auf der Autobahn.

In den sechs Jahrzehnten seiner Existenz wurde der Blitzer zum Verkaufsschlager. Die Fahrt durch viele Dörfer ist zur Schleichparade entlang der schlanken, mit einem Fotoapparat bewaffneten Säulen verkommen. Kein Zweifel, viele Städte und Gemeinden treiben es mit dem Geschwindigkeitsbegrenzen und seiner fototechnischen Ahndung zu weit!

Gleichwohl bleiben Blitzer sinnvoll und wichtig, wo es nicht um Abzocke, sondern um Verkehrssicherheit geht. Wer zu schnell in eine Kurve fährt, fliegt raus, gefährdet sich und andere. Tempolimits und Blitzer erinnern völlig zurecht an die Gesetze der Physik.

Viele Blitzer nerven - andere retten Leben.

Wichtige Erfindung für mehr Verkehrssicherheit

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