Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Besuch in Berlin Hongkong-Aktivist Wong: Deutschland soll Handelsbeziehungen einfrieren

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Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat sich in einer Pressekonferenz in Berlin zu den Protesten in Hong Kong geäußert. An die deutsche Politik appellierte Wong, sich eindeutiger auf die Seite der Protestierenden zu stellen.

Joshua Wong sagte, für Hong Kong seien freie Wahlen und Demokratie am wichtigsten. In einer Pressekonferenz in Berlin forderte der Aktivist Wong auch ein Ende der Polizeigewalt bei Demonstrationen in Hongkong. Das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Regierung müsse wiederhergestellt werden.

Wong: Hongkong an vielen Stellen ein Polizeistaat

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Momentan sei Hongkong an vielen Stellen ein Polizeistaat, sagte Wong. Protestierende hätten mehrfach Gewalt und Nötigung durch Polizeikräfte erfahren. Damit müsse Schluss sein.

Deutschland soll Handelsbeziehungen einfrieren

Etliche Teile der Polizeiausrüstung, etwa Wasserwerfer, stammten aus deutscher Produktion. Hier müsse es einen Lieferstopp geben. Deutschland solle die Handelsbeziehungen mit Hong Kong generell einfrieren - bis die Forderungen der Protestierenden erfüllt seien. Hongkong sei das neue Berlin in einem neuen kalten Krieg, sagte Wong. Die deutsche Politik solle klarer als bisher Stellung beziehen für die Forderungen der Hongkonger Protestierenden.

Joshua Wong ist für zwei Tage in Berlin und reist dann weiter in die USA. Seine Organistation Demosisto plant für die nächste Zeit weitere Proteste in Hongkong.

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