Bessere Verkehrssicherheit oder Irritation? Erster 3D-Zebrastreifen muss weg

Deutschlands erster 3D-Zebrastreifen muss verschwinden. Im thüringischen Schmalkalden sollte er durch optische Täuschung für mehr Sicherheit sorgen.

Das Landesverwaltungsamt in Thüringen hat der Stadt Schmalkalden jetzt mitgeteilt, dass der dreidimensionale Zebstrastreifen nicht der Straßenverkehrsordnung entspreche. Bis zum 18. Mai müsse er entfernt werden. Ein Graffitikünstler hatte ihn gemalt.

3D-Zebrastreifen in Schmalkalden (Foto: picture-alliance / dpa, Christoph Soeder)
Der von einem Graffitikünstler erstellte 3D-Zebrastreifen in Schmalkalden Christoph Soeder

Autos sollen wegen optischer Täuschung mehr abbremsen

Die dreidimensionale Wirkung entsteht durch eine optische Täuschung aus der Kombination von weißen und dunklen Farbstreifen auf der Straße. Für Autofahrer sieht es so aus, als ob die unterschiedlich farbigen Streifen tatsächlich schweben. Genau das sollte sie dazu bringen, abzubremsen.

In Braunschweig  wurde ein zweidimensional gemalter Zebrastreifen bereits abgelehnt. Die Idee für solche Überwege stammt aus Island.

Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski (SPD) will weiter für den außergewöhnlichen Zebrastreifen in seiner Stadt kämpfen. Eventuell könne er als Modellprojekt deklariert zumindest für eine gewisse Zeit erhalten bleiben. Er verweist darauf, dass es im österreichischen Linz einen 3D-Zebrastreifen gebe, und dort sei die rechtliche Situation mit der in Deutschland vergleichbar.

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