Merkel am Podium des Deutschen Mieterbundes (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Tagung des Deutschen Mieterbundes Merkel fordert mehr Wohnungen und Transparenz bei Mieten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert weiterhin den Bau neuer Wohnungen. Das hat sie bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Mieterbundes gesagt. Diesem geht der Bau nicht schnell genug.

In der Debatte um mehr bezahlbaren Wohnraum setze Merkel auf private Investoren, sagte sie in Köln. Die GroKo wolle so 350.000 neue Wohnungen pro Jahr schaffen. Dem Mieterbund reicht das nicht.

Merkel: Investoren sollen gern bauen

Investoren, die Geld in den Wohnungsbau steckten, müssten sich selbstverständlich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Andersherum müsse es aber auch für Investoren interessant bleiben, in Wohnraum in Deutschland zu investieren. "Wir müssen ein Klima schaffen, in dem gern gebaut wird", so Merkel.

Sozialwohnungen mit Graffiti (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jens Büttner/zb/dpa)
Sozialwohnungen mit Graffiti picture alliance/Jens Büttner/zb/dpa

Mieterbund: zu wenige Sozialwohnungen

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz Georg Rips, warf der Regierungskoalition vor, dass von der geplanten Mietraumoffensive nichts zu spüren sei.

Um die derzeitigen Problem in den Griff zu bekommen, müsse die Politik noch weitaus mehr tun. Laut Mieterbund müssten jährlich 80.000 Sozialwohnungen neu gebaut werden, es entstünden jedoch nur 27.000, sagte Rips.

Schäfer-Gümbel fordert Mietendeckel

Der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel fordert zur Lösung des Wohnungsproblems einen bundesweiten Mietendeckel. Ziel sei, die Mieten in gefragten Wohngegenden für fünf Jahre weitgehend einzufrieren, sagte Schäfer-Gümbel dem "Tagesspiegel". Es gehe um eine Atempause im Mietmarkt.

REDAKTION
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