"Azubis gesucht" steht auf einem Banner am Stand einer Firma  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)

Befragung über Zukunftsaussichten Jugendliche sehen sich von der Politik schlecht vertreten

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Umziehen für die Ausbildung - das kann sich fast die Hälfte der Jugendlichen in Ostdeutschland vorstellen. Im Westen liegt die Bereitschaft deutlich niedriger. Das besagt eine neue Studie.

Im Auftrag der Fastfood-Kette McDonald's hat das Allensbach-Institut junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren befragt, wie sie ihre Zukunft sehen. Schwerpunkt in diesem Jahr: der Vergleich zwischen Ost und West. Und da werden einige Unterschiede deutlich.

Zum Beispiel in der Frage, ob man für eine Ausbildung wegziehen soll. Obwohl die übergroße Mehrheit der Befragten lieber in der Heimatregion bleiben würde, ist fast die Hälfte der ostdeutschen Jugendlichen bereit, für eine Lehrstelle in den Westen umzuziehen. Umgekehrt würde nur jeder Fünfte der westdeutschen Jugendlichen in den Osten ziehen.

Sorge vor Gewalt im Osten, vor dem Klimawandel im Westen

Grundsätzlich schätzen drei Viertel der Jugendlichen ihre Ausbildungs- und Berufsaussichten gut ein, in Ost und West gleichermaßen. Unterschiede gibt es aber bei der Bewertung politischer Themen. Im Osten dominiert die Sorge vor Kriminalität und Gewalt und dem Einfluss des Islam. Die Jugendlichen im Westen sorgen sich eher um den Klimawandel und nationalistische Strömungen in vielen Ländern.

Einig sind sich alle, dass die Unterschiede bei den Lebensverhältnissen in Ost und West auch 30 Jahre nach der Wende noch groß sind. Und gerade mal jeder Fünfte vertraut darauf, dass die Politik die Interessen der jungen Generation ausreichend vertritt. Viele Jugendlichen wünschen sich außerdem, dass die Schule mehr praktische Wissen vermitteln.

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