Wenn das Konto teurer wird, lohnt ein Wechsel von Kontomodell oder Bank (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/ Bildagentur-online)

Immer höhere Kontogebühren Banken erhöhen Gebühren: Was tun, wenn die Kontoführung teurer wird?

Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland haben ihre Preise für Girokonten erhöht. Wirtschaftsjournalist Hermann-Josef Tenhagen rät dazu, über einen Wechsel nachzudenken.

Kontoführungsgebühren seien um drei bis acht Prozent gestiegen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Gerade Banken auf dem Land erhöhen demnach momentan die Gebühren.

Die Banken begründen die Erhöhung unter anderem damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) Negativzinsen verlangt. Deshalb müsse man die eigenen Kosten kritisch prüfen. Früher konnten die Banken kostenlose Girokonten durch Gewinne aus anderen Bereichen quersubventionieren. Das geht nun kaum noch.

Dauer

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbraucherportals "Finanztipp", rät Verbrauchern, bei einer Erhöhung der Kontoführungsgebühr über einen Wechsel nachzudenken. Auch dann, wenn man schon lange Kunde einer Bank ist.

"Anderes Kontomodell oder eine andere Bank"

Hermann-Josef Tenhagen

Viele Banken bieten laut Tenhagen mehrere Kontomodelle an. Wer bestimmte Leistungen wie Geldabheben am Schalter, nicht nutzt, kann mit einem anderen Kontomodell bei der alten Bank Kosten sparen. Möglich sei immer auch ein Wechsel zu einer anderen Bank, zum Beispiel zu einer Direktbank.

Wechsel ist einfach und kostenlos

Der Wechsel des Kontomodells bei der alten Bank ist problemlos und schnell möglich. Aber auch mit dem Konto zu einem anderen Institut zu wechseln, ist Tenhagen zufolge komfortabel und vor allem kostenlos.

EU-Recht mache es möglich, dass die neue Bank den Umzug des Kontos für die Kunden organisiert.

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