Autos für die Schrottpresse (Foto: picture-alliance / dpa)

Autobranche unter Druck VW will offenbar alte Diesel verschrotten

Um seine Kunden vor Fahrverboten zu schützen, will der VW-Konzern offenbar Millionen alte Dieselautos verschrotten. Das berichtet die Deutsche Presseagentur.

Laut dpa geht es um Modelle von VW, Seat, Skoda und Audi mit den Abgasnormen 1 bis 4. Besitzer, die ihr Auto gegen ein neues eintauschen wollen, sollen demnach eine Prämie kriegen - je nach Größe des Modells bis zu 10.000 Euro.

Sonderprogramme für hoch belastete Städte wie Stuttgart

In 14 Städten mit besonders belasteter Luft, zum Beispiel Stuttgart oder Heilbronn, plane der VW-Vorstand darüber hinaus Sonderprogramme für Dieselautos der Abgasnormen 4 und 5. Eines sei eine günstigere Finanzierung. VW hat sich zu dem Bericht noch nicht geäußert.

Im kürzlich vorgestellten Diesel-Konzept der Bundesregierung sind Hardware-Nachrüstungen für Euro-5-Diesel neben Umtauschaktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoffbelastung zu verbessern. Bezahlen sollen dies die Autohersteller. Diese lehnen Hardware-Nachrüstungen aber ab.

Ältere Dieselfahrzeuge werden zu Ladenhütern. (Foto: picture-alliance / dpa)
Ältere Dieselfahrzeuge werden zu Ladenhütern.

Opel ebenfalls unter Verdacht

Die deutsche Autobranche steht gewaltig unter Druck. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass mit Opel der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht steht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben.

Die Zukunft der Autoindustrie wird auf dem Branchengipfel heute in Nürtingen diskutiert. Geladen sind neben dem Porsche-Chef Oliver Blume auch der Skoda-Chef Bernhard Maier und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes.

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