Ein Mann greift nach einem Stecker an der Ladesäule für Elektroautos. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sina Schuldt/dpa)

24.000 öffentliche Ladepunkte E-Mobilität: Zahl der Ladestationen wächst und wächst

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E-Autos sollen mithelfen das Klima zu retten - nur wo lädt man die Akkus auf? Zuletzt gab es viel Kritik am schleppenden Ausbau der Ladesäulen. Doch neue Daten machen Hoffnung.

In Deutschland gibt es aktuell deutlich mehr Lademöglichkeiten für Elektro-Autos als noch vor einem Jahr. Das geht aus einer Statistik des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. 24.000 öffentliche Ladepunkte bundesweit, etwa 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor – so steht es in der Auswertung, über die die Presseagentur dpa berichtet.

Stadtstaaten haben die meisten Ladesäulen

Der BDEW spricht von einer dynamischen Entwicklung, verweist allerdings darauf, dass Elektroautos meistens zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden – also an privaten Ladestationen, deshalb müsse auch hier der Ausbau vorangetrieben werden. Die meisten öffentlichen Lademöglichkeiten pro 1.000 Quadratkilometer gibt es erwartungsgemäß in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern ist das Netz nicht so eng, hier liegen Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern vorn. So gab es in Baden-Württemberg bis Ende vergangenen Jahres rund 4.100 öffentliche Ladepunkte. In Stuttgart gibt es 405 Ladesäulen für E-Autos. Bundesweiter Spitzenreiter ist München mit rund 1.100.

Ost-Bundesländer liegen hinten

Die weitesten Wege zu öffentlichen Ladepunkten haben E-Auto-Fahrer in den dünn besiedelten Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Aber auch hier gibt es deutlich mehr Ladesäulen als noch vor einem Jahr.

Die Planungen der Bundesregierung sehen vor bis Ende 2021 50.000 neue öffentliche Ladepunkte zu schaffen. Bis 2030 soll es bundesweit eine Million solcher öffentlicher Lademöglichkeiten für E-Autos geben.

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