Weltraumteleskop "Tess" löst "Kepler" ab Nasa muss Start von "Tess" verschieben

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa schickt ihr neues Weltraumteleskop "Tess mit Verspätung auf die Reise. "Tess" soll irgendwann neue Planeten entdecken.

Das neue NASA-Weltraumteleskop "Tess" (Foto: picture-alliance / dpa)

Ursprünglich sollte "Tess" in der Nacht zum Dienstag starten - jetzt kann die Nasa es erst am Mittwoch ins All schicken. Die Firma SpaceX, die das Teleskop ins All bringen soll, will ihre Rakete nochmals überprüfen.

"Tess" soll das Weltraumteleskop "Kepler" ablösen. Dieses hat rund neun Jahre im All verbracht und dabei Hinweise auf tausende mögliche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gefunden.

Ohne Treibstoff keine Bilder

Der Grund für den Wechsel im All: Spätestens in ein paar Monaten ist der Tank von "Kepler" entgültig leer - danach geht nichts mehr. Der Treibstoff ist nötig, um das Teleskop zur Erde auszurichten und die Daten zu senden.

"Tess" soll den gesamten Himmel erfassen

Kepler beobachtet lediglich einen kleinen Ausschnitt des Sternenhimmels - etwa ein Vierhundertstel. "Tess" dagegen soll Signale aus dem gesamten Himmel erfassen. Dazu ist das Teleskop mit vier Hochleistungskameras ausgestattet. Planeten selbst strahlen allerdings kein Licht aus. Wie schon Kepler misst "Tess" deshalb die Helligkeit von Sternen. Das Teleskop ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank, plus vier Solarmodule.

Und: Es ist das erste Mal, dass die Nasa die Dienste der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk für eine wissenschaftliche Mission in Anspruch nimmt. Bislang hatte SpaceX in erster Linie mit seinem "Dragon"-Frachter im Auftrag der Nasa Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS geschickt.

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