Klimastreik in Berlin: Aktivistinnen stehen vor dem Brandenburger Tor (Foto: Reuters)

"Fridays for Future" So streikt Deutschland für den Klimaschutz

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Im Südwesten, in ganz Deutschland und auf der ganzen Welt haben Alt und Jung gemeinsam für den Schutz des Klimas demonstriert. Hier haben wir den Streiktag zusammengefasst.

Während in Berlin das Klimakabinett der Bundesregierung seine Ergebnisse vorgestellt hat, ist es auf den Straßen voll geworden. Rund um das Brandenburger Tor haben nicht nur Schüler und Schülerinnen für mehr Klimaschutz gestreikt. Unter dem #allefürsklima haben sich ab dem Mittag weit mehr als die angemeldeten 10.000 Menschen auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule versammelt. Die Veranstalter sprechen sogar von 270.000 Menschen. In Ansprachen haben die Veranstalter der Demo verkündet, dass sie weiter demonstrieren werden, ungeachtet dessen, was die Regierung an Klimaschutzmaßnahmen verkündet.

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Bundesweit liefen Hunderte Demonstrationen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die gegen die aktuelle Klimapolitik protestierten. Die "Fridays for Future"-Bewegung vermeldete rund 1,4 Millionen Demonstrierende. Der Aktionstag war international. Millionen Menschen sind in mehr als 150 Ländern auf die Straßen gegangen.

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Im Liveblog können Sie die Entwicklungen bei den weltweiten Streiks sowie zu den Ergebnissen des Klimakabinetts nachlesen:

Deutliche Kritik am Klimapaket der Regierung

Leonie Bremer, Pressesprecherin der "Fridays for Future"-Bewegung, sagt, die Klimaziele der Bundesregierung stimmten nicht mit denen überein, die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart worden waren. Das kritisierte sie im SWR-Tagesgespräch.

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Sendedatum
Sendezeit
7:07 Uhr
Sender
SWR2

Streiks in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg waren Demonstrationen in rund 70 Städten angekündigt. Allein in Freiburg gingen nach Schätzung der Polizei etwa 20.000 Menschen auf die Straße - zu Demonstrationen wurde unter anderem auch in Mannheim, Karlsruhe, Ulm, Tübingen und Stuttgart aufgerufen. In der Landeshauptstadt wollten Aktivisten von "Kesselbambule" haben am Nachmittag die Deutsche-Bank-Filiale in der Theodor-Heuss-Straße blockiert. Damit wollen die Aktivisten auf "große Profiteure von Umweltzerstörung und Klimawandel" aufmerksam machen, sagte ein Sprecher des Aktionsbündnisses dem SWR.

Streiks in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz haben Aktivisten und Aktivistinnen Demos in 20 Städten demonstriert, darunter Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern. In Mainz haben sich mindestens 6.000 Menschen zusammengefunden, die Veranstalter gehen von 10.000 Teilnehmenden aus. Auch in Koblenz und Trier kamen mehrere Tausend Menschen zusammen.

Gewerkschaften und Verbände unterstützen

Der Aufruf von "Fridays for Future" richtete sich nicht nur an Schülerinnen, Schüler und Studenten, sondern ganz gezielt auch an alle Erwachsenen. Bundesweit kommt Unterstützung von Umwelt- und Entwicklungsverbänden, Kirchen und Gewerkschaften.

Klimastreik in Berlin: Demonstrierende an Galgen (Foto: Reuters)
Diese Demonstrierenden stehen auf Eisblöcken an Galgen, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

Als erstes haben die Menschen in Australien für den Klimaschutz demonstriert. Als es hier noch dunkel war, gingen dort rund 300.000 Leute auf die Straße.

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In den Sozialen Netzwerken sowie auf ihrer Website hat die Organisation aufgelistet, wo wann gestreikt wird.

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