Bei Marathon nahe Athen musste wegen der Waldbrände ein Kinder-Ferienlager geräumt werden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thanassis Stavrakis/AP/dpa)

Andauernde Hitze Griechenland und Gran Canaria: Wälder stehen in Flammen

In Griechenland bekämpfen Feuerwehrleute dutzende Waldbrände. Ein Campingplatz, ein Hotel und ein Kinder-Ferienlager mussten geräumt werden. Auch auf Gran Canaria brennen 1.000 Hektar Wald.

Bei anhaltender Hitze und starken Winden sind in Griechenland rund 50 Waldbrände ausgebrochen. Mehrere Dörfer und Campingplätze mussten vorübergehend evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

Mit Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern seien die meisten Brände rasch unter Kontrolle gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit. Für den größten Teil Südgriechenlands gilt die höchste Alarmstufe (Alarmstufe Rot) für Waldbrände.

Kinder-Ferienlager geräumt

Auf der Insel Elafonissos mussten ein Campingplatz und ein Hotel evakuiert werden, nahe Marathon bei Athen wurde ein Ferienlager für Kinder aus Sicherheitsgründen geräumt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Ana meldete.

Auf der Insel Elafonisos haben die Rettungskräfte ein Hotel und einen Campingplatz geräumt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Nikolia Apostolou/AP/dpa)
Auf der Insel Elafonisos haben die Rettungskräfte ein Hotel und einen Campingplatz geräumt. picture alliance/Nikolia Apostolou/AP/dpa

Der griechische Wetterdienst hat für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad vorhergesagt. Zudem wehen in der Ägäis Winde der Stärke sieben bis acht. Seit einer Brandkatastrophe nahe Athen im Juli 2018 werden die Bürger über Funk noch nachdrücklicher gewarnt als bisher - damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

1.000 Anwohner auf Gran Canaria in Sicherheit gebracht

In den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist ebenfalls ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar sind besonders betroffen.

#IFArtenara 📹Nuevas imágenes aéreas de la zona afectada por el fuego Está prohibido acceder a la zona afectada. Hay que extremar las precauciones y facilitar el trabajo de los operativos de emergencias https://t.co/YpV5RvVujf

Fast 1.000 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit. Die Feuerwehr war mit Flugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Die Evakuierungen seien Vorsichtsmaßnahmen, berichtete der spanische Sender RTVE. Bislang seien keine Häuser verbrannt. Die Rettungskräfte schätzten die betroffene Fläche auf etwa 1.000 Hektar, sagte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres.

1.000 Hektar Wald brennen auf Gran Canaria. (Foto: Reuters, Carla Rodriguez/Reuters)
1.000 Hektar Wald brennen auf Gran Canaria. Carla Rodriguez/Reuters

Feuer eventuell bei Schweißarbeiten ausgelöst

Das Feuer war in der Nähe von Artenara ausgebrochen und hatte sich immer weiter ausgebreitet. Es ist immer noch nicht unter Kontrolle. Möglicherweise habe ein 55-Jähriger den Brand bei Schweißarbeiten ausgelöst, zitierte die Zeitung "La Vanguardia" die Behörden. Der Mann wurde von der Guardia Civil vernommen.

REDAKTION
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