AfD-Werbeartikel - Kappen und Fahnen (Foto: dpa Bildfunk)

AfD-Spendenskandal SPD-Politiker Kahrs: "Es ist Zeit, den Verfassungsschutz einzuschalten"

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Die AfD wird ihren Spendenskandal nicht los. Die dem Bundestag vorgelegte Liste mit Spendern scheint nicht korrekt zu sein - ein Fall für den Verfassungsschutz?

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, fordert im AfD-Spendenskandal den Verfassungsschutz auf, die Gesamtpartei zu beobachten: "In Teilen werden sie schon beobachtet und es ist Zeit, dass die AfD als Ganzes beobachtet wird, damit man das ausleuchtet", sagte Kahrs im SWR.

AfD-Erklärung "unglaubwürdig"

Die Erklärung der AfD, es handle sich um eine Überweisung, mit der ein Unbekannter der AfD gezielt habe schaden wollen, nimmt er der Partei nicht ab. Sie hätte die Spende zurückweisen und die Angelegenheit untersuchen müssen. Das sei aber nicht passiert: "In jedem Kreisverband dieser Welt, den ich kenne, gehen alle Alarmleuchten an, wenn 130.000 Euro gespendet werden - wenn man noch nicht mal weiß, wer das ist. Das gibt es gar nicht. Wenn dann auch noch ewige Zeiten mit dem Geld operiert und was gemacht wird - das ist unglaubwürdig."

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"Es ist mies, es stinkt, es ist eine rechtsradikale Partei"

Zwar habe es bei verschiedenen Parteien schon Spendenskandale gegeben, "es kann passieren", sagte Kahrs, aber im Fall der AfD passe das Agieren der Partei "auch zu den inhaltlichen Debatten, die wir führen. Da interessiert sich die AfD weder für Fakten, noch für Zahlen, noch für korrekte Angaben. Sie sind halt populistisch und da wird eben auch gelogen." Kahrs ergänzte: "Es ist mies, es stinkt, es ist eine rechtsradikale Partei."

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