Lehrer und Schüler in einem Klassenraum (Foto: picture-alliance / dpa)

AfD-Meldeplattform für Lehrer Scharfe Kritik von Lehrerverbänden und Parteien

Auch die AfD in Baden-Württemberg hat nun ein Meldeportal für Lehrer online gestellt. Lehrerverbände und andere Parteien üben scharfe Kritik an den Portalen.

Zuvor hatte die AfD in Hamburg bereits ein Portal veröffentlicht, auf dem Schüler Lehrer melden können, die im Unterricht angeblich gegen die Partei hetzen.

Silberbach: Ablehnung durch Kultusministerkonferenz

Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, forderte die Kultusministerkonferenz auf, Meldeportale für Lehrkräfte abzulehnen.

Schüler dürften nicht zum Anschwärzen ihrer Lehrer aufgerufen werden, sagte er der "Rheinischen Post". Das Portal bezeichnete er als mittelalterliche Prangermethode.

Rheinland-Pfalz will Portale prüfen

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat angekündigt, sich gegen die AfD-Meldeplattform zu wehren. In einer Demokratie müsse man miteinander reden, statt sich online und anonym zu denunzieren, sagte sie im SWR. Wenn sich ein Lehrer nicht an die politische Neutralität halte, könnten Schüler und Eltern sich schon heute bei der Schulleitung oder -aufsicht beschweren.

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