Eine Dashcam ist an einer Windschutzscheibe befestigt. (Foto: picture-alliance / dpa)

ADAC-Test Dashcams können zum Sicherheitsrisiko werden

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Videokameras im Auto sollen Beweise bei Unfällen sichern. Ein ADAC-Test aber zeigt: Die Kameras arbeiten oft unzuverlässig und können sogar zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Der ADAC hat insgesamt neun Dashcams fürs Auto getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd. Laut ADAC-Test konnte keines der Geräte sowohl kritische Situationen erkennen als auch gute Aufnahmen davon machen.

Die Tester kritisieren, dass die Kameras auf dem Armaturenbrett fast durchgehend nach vorne filmen, was außerhalb dieses Blickwinkels passiert, zeichnen sie nicht auf.

Dashcam Videos vor Gericht als Beweis erlaubt

In einem Grundsatzurteil entschied der Bundesgerichtshof im Mai, dass Dashcam-Videos als Beweis vor Gericht verwendet werden dürfen. Sie dürfen jedoch nicht permanent aufzeichnen, sondern müssen sich im Ernstfall automatisch aktivieren.

Dashcam Das permanente Filmen des Verkehrs verstößt gegen den Datenschutz, urteilte der BGH. (Foto: picture-alliance / dpa)
Das permanente Filmen des Verkehrs mit einer Dashcam verstößt gegen den Datenschutz, urteilte der BGH.

Der ADAC-Test aber zeigt: Genau das klappt nicht, in brenzligen Situationen schalten sich die Kameras kaum selbst ein.

Mitunter werden die Geräte den Fachleuten zufolge sogar zum Sicherheitsrisiko. Die Halterungen der meisten Kameras versagten im entscheidenden Augenblick, eine Dashcam flog sogar frei durchs Fahrzeug.

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