Attentat auf Hitler im Jahr 1944 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

75 Jahre nach Stauffenberg-Attentat "Wir müssen dafür sorgen, dass die Lehren aus der Geschichte nicht verblassen"

AUTOR/IN

Mit einem Festakt haben Bundesregierung und Bundeswehr an das gescheiterte Attentat von Stauffenberg auf Hitler erinnert. Für Annegret Kramp-Karrenbauer war es der erste große Auftritt als neue Verteidigungsministerin.

Es ist der 20. Juli 1944. Nur wenige Menschen kommen Adolf Hitler sehr nahe - darunter auch der Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" legt er einen Sprengsatz. Die Bombe explodiert in der unmittelbaren Nähe von Hitler - doch der Diktator überlebt leicht verletzt. Vier der insgesamt 24 Anwesenden starben.

Nur einen Tag nach dem misslungenen Anschlag werden Stauffenberg und drei weitere Widersacher hingerichtet.

"Sie können sich auf mich verlassen!"

75 Jahre später erinnern Bundesregierung und Bundeswehr mit einem feierlichen Gelöbnis von 400 Bundeswehrrekruten an diesen Tag.

Bei dem Festakt auf dem Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin hatte die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ihren ersten großen Auftritt im Amt. In ihrer Ansprache sagte sie, sie wisse, Deutschland könne sich auf die Soldaten verlassen: "Und ich sage Ihnen: Sie können sich auf mich verlassen!"

Claus Graf von Schenk (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Claus Schenk Graf von Stauffenberg Picture Alliance

Kramp-Karrenbauer erinnerte auch an die Offiziere rund um den Hitler-Attentäter Stauffenberg. Diese seien Vorbilder: "Sie begehrten auf gegen Unrecht, Diktatur, Barbarei, Menschenverachtung (und) sahen ihre soldatische Pflicht darin, das Recht über den unrechtmäßigen Befehl zu stellen." Dieser Anspruch präge das Selbstverständnis der Bundeswehr bis heute.

Gegen Hass und Hetze stellen

Sowohl Merkel als auch Kramp-Karrenbauer riefen die Soldaten auf, sich gegen Hetze, Hass, Ausgrenzung und Spaltung zu stellen.

"Wir müssen das Gedenken pflegen und Erinnerung weitertragen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Lehren aus der Geschichte nicht verblassen."

Angela Merkel

Merkel sagte, die Widerstandskämpfer des 20. Juli "mahnen uns, wachsam zu sein. Sie mahnen uns, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in all ihren Erscheinungsformen entschieden entgegenzutreten."

AUTOR/IN
STAND