Weihnachtlich: Im Treppenhaus steht eine kleine Wichteltür (Foto: SWR, Elli Böttcher)

Weihnachtstrend: Zauberhafte Wichteltüren

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AUTOR/IN
Anne Burzinski

Wer eine kleine, magische Tür bei sich zu Hause an der Wand befestigt, der kann sich sicher sein: Ein Weihnachtswichtel zieht ein! Ein skandinavischer Brauch wird zum Trend.

Nüchtern betrachtet könnte man sagen: Eine Wichteltür ist eine niedliche Deko-Idee. Aber wer Lust hat sich richtig damit zu beschäftigen, kann daraus viel mehr machen. Jeder kann sich mit so einer magischen Wichteltür eine eigene zauberhafte, kleine Welt erschaffen.

Das Geheimnis der Wichteltür

Denn - und das ist das große Geheimnis, das natürlich eigentlich nirgendwo niedergeschrieben sein sollte - man selbst ist natürlich der Wichtel. Mit der eigenen Kreativität erweckt man ihn zum Leben. Für die ganze Weihnachtszeit kann man sich allerlei Überraschungen und Schabernack ausdenken, die der vermeintliche Wichtel in die Tat umsetzt.

Alternativ zur Wichteltür gibt es auch die Feentür oder Elfentür, in die dann natürlich Feen oder Elfen einziehen.

An einer Holztreppe wurde eine kleine, graue Wichteltür befestigt. Davor steht ein kleiner, weihnachtlich geschmückter Deko-Weihnachtsbaum (Foto: SWR)
Eine Wichteltür bringt einen ganz besonderern Zauber in die eigenen vier Wände.

Was ist eine Wichteltür?

Die Wichtel kommen nachts aus ihrer Tür und helfen bei den Vorbereitungen für Weihnachten. Sie dekorieren das Haus, bereiten Plätzchenteig vor und spielen auch mal den ein oder anderen harmlosen Streich. Den Kindern im Haus schreiben sie Briefe oder legen Kleinigkeiten vor die Wichteltür. Und die Wichtel hinterlassen überall, wo sie waren, Glitzerstaub. So sorgen sie im Advent für einen ganz besonderen Zauber.

Adventskalender-Ersatz

Manche Familien verwenden die Tür auch als Ersatz für den klassischen Adventskalender. Statt 24 Päckchen im Wohnraum aufzuhängen, legt der Wichtel jeden Tag bis Weihnachten ein kleines Geschenk vor die Tür.

Wie kann man einen Wichtel in sein Zuhause holen?

Wer einen Weihnachtswichtel in der Adventszeit bei sich zuhause einziehen lassen möchte, der braucht nur eines: eine Wichteltür. Diese kann selbst gebastelt sein aus Pappe, Modelliermasse oder Holz. Man kann sie mittlerweile aber auch in vielen Läden kaufen oder im Internet bestellen. Die Tür ist ungefähr zwölf Zentimeter groß.

Wie befestigt man eine Wichteltür?

Die magische Tür kann ganz klassisch oberhalb der Fußleiste angebracht werden. Aber auch auf einer Treppenstufe, auf der Fensterbank oder in einem Schrank kann ein kleiner Weihnachtswichtel einziehen. Die Wichteltür wird mit Klebepads an der Wand befestigt und "nur Wichtel können sie öffnen".

Was braucht man für die Wichteltür?

Um den Wichtel zum Leben zu erwecken, kann man Puppenhaus-Miniaturen im Verhältnis 1:12 verwenden. Ein kleiner Baum, ein Fenster neben der Tür, kleines Geschirr oder Werkzeug und ein Mini-Briefkasten sehen als Dekoration absolut niedlich aus. Und wer Lust hat auf Handarbeit: Zubehör für die Wichteltür kann man auch ganz einfach selbst basteln. Viele DIY-Ideen und Anleitungen gibt es bei Pinterest und Instagram.

Selbst gebasteltes Zubehör für die Wichteltür, wie zum Beispiel eine Schaufel, kleine Briefumschläge, eine Leiter und gehäkelte Schuhe (Foto: SWR)
Zubehör für die Wichteltür kann man ganz einfach selbst basteln.

Woher kommt die Idee der Wichteltüren?

Der Brauch, dass an Weihnachten ein Wichtel einzieht, stammt ursprünglich aus dem skandinavischen Raum. Dort ist dieser Wichtel als Nisse bekannt und die kleine Tür heißt Nissedor.

Der Wichtel kümmert sich um die Tiere auf den Höfen und hilft dem Weihnachtsmann mit den Geschenken. Als Dank für seine Dienste wird der Nisse von den Menschen mit Milchreis versorgt. Er wurde noch nie von ihnen gesehen, aber seine Spuren hinterlässt er überall in Haus und Hof. Der bekannteste Wichtel ist Tomte Tummetott aus dem gleichnamigen Buch von Astrid Lindgren.

Eine heile Welt für die eigenen vier Wände

Der Trend schwappt über nach Deutschland

Die Vorstellung, dass ein Weihnachtswichtel einzieht und bei den Weihnachtsvorbereitungen hilft, sorgt für Begeisterung bei Kindern und Erwachsenen. Und der Brauch zieht immer größere Kreise. Auch in Deutschland wächst die Anzahl an Familien, bei denen ein Weihnachtswichtel wohnt.

Wie lang bleibt die Wichteltür?

Die meisten Weihnachtswichtel ziehen am 1. Advent oder am 1. Dezember ein und bleiben bis zum Weihnachtsfest. Mit einem Abschiedsbrief verabschieden sie sich bis zum nächsten Jahr.

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