STAND

Was hilft gegen Heuschnupfen? Gibt es Alternativen zu Medikamenten? Und wie niest man eigentlich mit Maske richtig? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Ein Mann mit Heuschnupfen und Taschentuch vor seiner Nase steht neben einem blühenden Strauch.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Angelika Warmuth)
Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit. Doch Allergiker leiden nicht nur im Frühjahr unter dem Pollenflug. Medikamente können für Linderung sorgen. Auf lange Sicht hilft meist eine Immuntherapie. (Symbolbild) picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Gehen Sie den Allergenen möglichst aus dem Weg, rät Prof. Frank Riedel. Der HNO-Arzt empfiehlt außerdem das Autofenster beim Fahren geschlossen zu halten und einen Pollenfilter in die Lüftungsanlage einzubauen.

Wo erfahre ich welche Pollen fliegen?

Wann wo welche Pollen fliegen, sieht man zum Beispiel auf dem Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes.

Wie kann ich ohne Beschwerden schlafen?

Pollen im Schlafzimmer können den Schlaf stören. Deswegen empfehlen Allergologen, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen. Auch Nasenduschen helfen. Gut ist es außerdem, wenn man seine Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer auszieht.

Wie und wann sollte ich lüften?

Kräftiges Stoßlüften ist für Allergiker besser, als das Fenster dauerhaft zu kippen. In Städten ist übrigens abends die Pollenkonzentration am höchsten. Deswegen gibt es auch den Tipp, dort lieber morgens zu lüften. Auf dem Land ist es übrigens umgekehrt. Dort empfiehlt es sich, abends zu lüften.

Gibt es Therapien gegen eine Pollenallergie?

Bei der Immuntherapie - auch Hyposensibilisierung genannt - soll der Körper an die eigentlich harmlosen Pollen gewöhnt werden. Dabei habe es unglaubliche Fortschritte gegeben, so Prof. Frank Riedel. Mussten sich Patienten früher alle paar Wochen beim Arzt spritzen lassen, gibt es jetzt zunehmend auch Mittel in Tablettenform. Die Erfolgsaussichten dieser Behandlungsmethode liegt bei Gräserpollenallergikern bei 60 bis 70 Prozent, heißt es bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.

Inwieweit Akupunktur gegen Heuschnupfen hilft, ist umstritten. Eine Studie der Berliner Charité kommt zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit als "unklar" einzustufen sei.

Welche Medikamente helfen bei Beschwerden?

Die Stiftung Warentest hat 2018 eine Reihe von Mitteln getestet. Sie empfiehlt:

  • Rezeptfreie Augentropfen und Nasensprays können bei leichten Beschwerden helfen
  • Akut wirksam sind Mittel mit Azelastin, Levocabastin und Ketotifen
  • Antihistaminika sind ein bisschen stärker, dazu gehören die Wirkstoffe Cetrizin oder Loratadin

Die Stiftung Warentest empfiehlt vor allem die neueren Wirkstoffe Cetrizin oder Loratadin, da diese im Gegensatz zu älteren Antihistaminika nur wenig müde machen.

Was fördert Allergien?

Den 100-prozentigen Schutz vor Allergien gibt es nicht. Selbst Menschen, die bislang nicht unter Allergien gelitten haben, können von einem Jahr auf das andere damit anfangen. Faktoren wie länger anhaltender Stress und schmutzige Luft können anfälliger für Allergien machen. Schlafmangel und Alkohol führen teilweise zu stärkeren Beschwerden.

Werden Pollenallergien immer schlimmer?

Durch den Klimawandel steigen die Temperaturen und die Vegetationsperiode wird länger. Was das heißt, wissen Allergiker: Die Pollenzeit beginnt früher und endet später.

Wenn es wieder in der Nase kitzelt Schon der erste Heuschnupfen?

Laufende Nasen, Niesanfälle, rote und juckende Augen - alle Allergiker wissen, was das bedeutet. Doch kann man Ende Januar wirklich schon an Heuschnupfen leiden? Alice Thielen-Sonnen aus der SWR-Umweltredaktion klärt auf.  mehr...

Faktencheck: Risikogruppen Wie gefährlich ist Corona bei Asthma und Allergie?

Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gehören zur Corona-Risikogruppe. Aber wie ist es mit Allergikern und Asthmatikern? Wir ordnen das Risiko ein und geben Tipps, wie du dich besser schützen kannst.  mehr...

Allergien Heuschnupfen: Pollenvorhersage mittels App und weitere Tipps

Wer weiß, wann welche Pollen unterwegs sind, kann sich ein bisschen schützen. Erfahren Sie, welche Apps und Internetseiten dabei helfen und was Betroffene sonst noch tun können.  mehr...

STAND
AUTOR/IN