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SWR4 Moderator Stefan Nink (Foto: SWR, SWR -)

Die Rundwanderung auf der Dollbergschleife führt durch den wilden Teil von Rheinland-Pfalz. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald können Wandernde naturbelassenen Wald genießen – und die mächtigste Festungsanlage bestaunen, die Kelten in diesem Teil Europas hinterlassen haben.

Wo ist der Wanderweg?

Ganz weit im Westen des Hunsrücks, in der Region Hermeskeil. Das ist die Grenzregion zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Route führt durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dem sieht man schon wenige Jahre nach seiner Gründung bereits an, dass die Natur hier für sich gelassen wird. Ausgangspunkt der Tour ist die Nationalparkgemeinde Neuhütten.  

Wie komme ich hin?

Mit dem Auto am besten über die Autobahn A1. Sie führt ganz in der Nähe vorbei. Ab der Ausfahrt Nonnweiler sind es nur ein paar Minuten nach 54422 Neuhütten im Hunsrück. Der Parkplatz an der ausgeschilderten Köhlerhütte ist groß und kostenfrei.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, erreicht Neuhütten mit dem Bus. Vom Hauptbahnhof Trier nehmen Sie die Linie R200 Richtung Türkismühle. In Hermeskeil steigen Sie um in die Linie 209 nach Neuhütten.

Wie anspruchsvoll ist die Wanderstrecke?

Die Dollbergschleife ist rund 11 Kilometer lang und dauert ungefähr vier Stunden. Es gibt einige Höhenmeter zu überwinden, deswegen sollten Wandernde eine gute Grundkondition mitbringen. Zum Beispiel führt das erste Stück der Wanderung parallel zur Skipiste steil bergauf. Achtung: Bei Schnee und Eis ist die Strecke nicht begehbar. Daher ist sie im Winter manchmal gesperrt.

Für wen ist die Rundwanderung geeignet?

Die Dollbergschleife ist eine anspruchsvolle Tour, die eher für geübte Wandernde geeignet ist. Nach oder bei Regen können steilere Passagen vor allem auf der ersten Hälfte des Weges rutschig werden. Wanderstöcke können eine gute Hilfe sein. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann am Keltenpark Otzenhausen parken und ist von dort schnell am alten Wall.

Welche Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten gibt es auf der Wanderung?

Eine Führung durch den Keltenpark Otzenhausen lohnt auf jeden Fall. Der Ringwall zählt zu den eindrucksvollsten Hinterlassenschaften der Kelten in Europa. Hinter dem Wall kann man die Reste eines römischen Tempels sehen sowie die Quelle, deren Wasser die Siedlung einst versorgte. Außerdem kommt man auf der Dollbergschleife auch noch am Züscher Hammer vorbei, einem alten Hüttenwerk, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb war. Zu bestauen gibt es auch den Nonnweilerer Stausee, den größten Wasserspeicher in Rheinland-Pfalz.

Tolle Bilder von der Wanderung auf der Dollbergschleife

Wanderer im Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Foto: Pressestelle, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz)
Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald bietet Wanderern ein ganz besonderes Naturerlebnis. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen
Weil die Natur hier für sich gelassen wird, kommt man sich teilweise wie im Urwald vor. Nicht nur umgestürzte Bäume werden so zu tollen Fotomotiven. Stefan Nink Bild in Detailansicht öffnen
Der Ringwall der Kelten ist beeindruckend. Die Schutzmauer ist zweieinhalb Kilometer lang, zehn Meter hoch und an ihrer Basis vierzig Meter breit. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen
Dieser Blick über den Hunsrück bietet sich dem Wanderer, der oben auf dem Wall steht. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen

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