Wandertipp Murscher Eselsche: Spannende Hunsrücktour mit explosiver Geschichte

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Weite Wiesen, ein romantisches Bachtal und tolle Ausblicke über den Hunsrück: Die Tour mit dem ungewöhnlichen Namen ist eine abwechslungsreiche Rundwanderung ums kleine Örtchen Morshausen. Wer eine Erklärung für den Namen sucht, stolpert über eine witzige Anekdote.

Wo ist der Wanderweg? 

Start- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz von Morshausen im Hunsrück. Von dort wandern Sie auf einem schmalen und manchmal steilen Serpentinenpfad hinunter ins Baybachtal. Ab dort geht es immer am sprudelnden Baybach entlang. Hinter den Forellenteichen führt der Weg durch den Wald wieder zurück auf die Höhe – und über die Felder zurück nach Morshausen. 

Wie komme ich hin? 

Mit dem Auto über die A61 bis Emmelshausen, dann weiter über die L206 bis nach Morshausen. Gleich nach der Ortseinfahrt gibt es eine Kuppe, unmittelbar danach biegt man links ab in die Jakob-Kneip-Straße. An deren Ende liegt der gebührenfreie Wanderparkplatz

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Morshausen leider nur mühsam zu erreichen. Es gibt lediglich eine Busverbindung von Emmelshausen. 

Wie anspruchsvoll ist die Strecke? 

Im Baybachtal ist der Weg absolut eben, breit und sehr angenehm zu gehen. Etwas sportlicher wird es an den Hängen: Hier ist die "Traumschleife" schmal und erfordert an manchen Stellen ein wenig Trittsicherheit. Die Strecke lässt sich aber bei jedem Wetter gut laufen. Belohnt werden Wandernde mit tollen Panoramen und Blicken weit über den Hunsrück.  

Für wen ist die Wanderung geeignet? 

Für alle, die einen Berg hinunter und später wieder hinauf laufen können. Die Strecke ist technisch nicht schwierig, beim Aufstieg aus dem Baybachtal brauchen Sie aber ein bisschen Puste - und beim Abstieg zuvor gute Knie! Wer gerne mit Stöcken wandert, kann sie auf dieser Strecke prima einsetzen. Weil der Pfad an den Hängen schmal ist, ist er für kleine Kinder nicht so gut geeignet. Alle anderen Wanderer aber werden diese Tour lieben! 

Welche Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten gibt es entlang der Strecke?

Das Murscher Eselsche ist ein Aussichtspunkt, an dem Sie beim Wandern hinunter ins Baybachtal vorbeikommen. Er heißt so, weil diese Kante im Hang von unten betrachtet tatsächlich aussah wie ein Eselskopf. Nach dem Zweiten Weltkrieg experimentierten Jungs aus dem Ort hier mit Sprengstoff, den sie beim Spielen gefunden hatten – und sprengten dem Eselsche die (Fels-)Ohren weg. Heute kann man das Tier nur noch mit viel gutem Willen erkennen, wenn man von unten den Hang hinaufschaut.

Umso mehr dürfen Sie sich über die Stahlesel-Figur freuen, die Sie kurz vor Ende der Tour begrüßt – das Eselsche in den Feldern vor Morshausen ist das beliebteste Fotomotiv der Runde. Und wenn Sie möchten, können Sie sich am Ende der Strecke noch die schönen Fachwerkhäuser im Ort ansehen.

Tolle Bilder von der Wanderung auf der Traumschleife Murscher Eselsche

Wanderung Murscher Eselsche: Luftaufnahme von der waldreichen Landschaft im Hunsrück mit grünen Wiesen (Foto: SWR, Stefan Nink)
Viel Wald und viel Grün: So schön ist die Gegend der Hunsrück-Wanderung rund ums Murscher Eselsche aus der Luft gesehen. Stefan Nink Bild in Detailansicht öffnen
Die Region ist geprägt von ihrer Bergbaugeschichte. Auf dem Weg, der früher die Bergarbeiter zur Erzgrube führte, stehen Grubengeister als Holzfiguren. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen
Die Ausblicke während der Wanderung sind traumhaft. Von manchem Aussichtspunkt kann man sogar bis in die Eifel schauen. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen
Auf der Strecke werden Wandernde von einer Skulptur überrascht. Ein drei Meter hoher Esel aus Stahl markiert den besonders schönen Aussichtspunkt, nach dem die Tour benannt ist. Pressestelle Tourist-Information Emmelshausen/Klaus Breitkreutz Bild in Detailansicht öffnen
Ein Highlight in Morshausen ist die eindrucksvolle, 700 Jahre alte Jakob-Kneip-Eiche. Der Baum ist nach dem bekanntesten Sohn des Ortes benannt, dem Heimatdichter Jakob Kneip. Pressestelle Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz Bild in Detailansicht öffnen

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