Sommerblumen: Eine blühende Gazanie mit einer Biene. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / ZUMAPRESS.com | Will Lester)

Diese Sommerblumen sind echte Geheimtipps für den Garten

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Volker Kugel
SWR4 Gartenexperte Volker Kugel (Foto: SWR)
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Rebecca Aimée Fehlen

Diese vier unterschätzten Sommerblumen blühen den ganzen Sommer über, und schmücken Ihren Garten mit prachtvollen Blüten. Die Blumen vertragen Sonne und sind insektenfreundlich.

Welche Blumen blühen den ganzen Sommer?

Die vier Blumen, die wir Ihnen vorstellen, blühen bis in den Herbst hinein und sind ein farbenfroher Hingucker. Egal, ob Zinnien, Löwenmäulchen, Wandelröschen oder Gazanien, die Sommerblumen blühen alle bis in den Herbst hinein.

Sommerblumen: Zinnien blühen im Garten in Rosa, Rot und Orange. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / imageBROKER | J. Pfeiffer)
Zinnien sind richtige Sommerblumen und brauchen einen vollsonnigen sowie warmen Standort.

Wann sollte man Sommerblumen pflanzen?

Da die meisten Sommerblumen anfällig für Nachtfröste sind und dadurch Schaden nehmen können, sollten Sie bis nach den Eisheiligen warten. Ab Juni können Sie die Samen dann auch direkt ins Blumenbeet säen.

Sommerblumen: Ein Blumenbeet im Garten mit Löwenmäulchen und Zinnien. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / imageBROKER | J. Pfeiffer)
Auch lassen sich Löwenmäulchen und Zinnien im Blumenbeet im Garten schön miteinander kombinieren.

Insektenfreundliche Zinnien

Die Zinnien (lat. Zinnia elegans) sind farbenreiche Blüher in Rot, Rosa, Gelb, Violett und Weiß. Sie werden je nach Sorte 25 bis 80 Zentimeter hoch. Die gefüllten Sorten haben prächtige Blüten, die an Dahlienblüten erinnern. Aber es gibt bei den Zinnien auch ungefüllte Sorten, bei denen Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge voll auf ihre Kosten kommen.

Sommerblumen: Eine Hummel sitzt auf einer blühenden Zinnie. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa-Zentralbild | Stephan Schulz)
Insekten freuen sich über blühende Zinnien.

Zinnien gehören schon seit jeher in jeden Bauerngarten. Leider genießen sie in den letzten Jahren aber nicht mehr viel Aufmerksamkeit, was wirklich schade ist, denn sie blühen von Juni bis Oktober unermüdlich und sind sehr robust.

Ein Meer aus Blüten dank Löwenmäulchen

Ein absolutes Highlight ist das Löwenmäulchen (lat. Antirrhinum), in manchen Gegenden auch Froschgoscherl genannt. Ihre Blütenform ist außergewöhnlich: Die Blüten in Weiß, Gelb, Orange und Rottönen bestehen aus mehreren Einzelblüten, die an einem Stängel sitzen und an eine Ähre erinnern. Die Einzelblüten haben eine "Unterlippe" mit einem ganz typischen gelben Fleck. Die Blüte von Juni bis Oktober fällt absolut prächtig aus und anders als andere Sommerblumen halten sie sogar einen leichten Frost aus.

Sommerblumen: Ein feld mit bunten Löwenmäulchen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Westend61 | Westend61 / Dieter Heinemann)
Löwenmäulchen blühen in verschiedenen Farben im Garten.

Ganz wichtig: Die bis zu 40 Zentimeter hohen Löwenmäulchen sollten ganz "luftig" gepflanzt werden, also mit 30 bis 40 Zentimetern Abstand, damit der Mehltau möglichst nicht zum Problem werden kann. Löwenmäulchen sind bereits seit dem 16. Jahrhundert bei uns verbreitet, vor allem in den Klostergärten waren sie oft zu finden.

Wandelröschen für Balkon und Garten

Die Wandelröschen (lat. Lantana) sind als Hochstämmchen sehr beliebte Kübelpflanzen. Als Bepflanzung im Balkonkasten oder Beet findet man sie eher selten, da sie recht frostempfindlich sind. Wenn man sie aber als einjährige Pflanzen betrachtet, kann man sich einen ganzen Sommer lang am bunten Farbenspiel der orangefarbenen, gelben, weißen oder rosa Blüten erfreuen. Teilweise sind sogar Blüten in mehreren Farben auf einer Pflanze zu finden. Die Wandelröschen sind sehr robust, hitzeverträglich und auch die Insekten finden reichlich Nahrung.

Sommerblume: Orangene Blüten von Wandelröschen. (Foto: SWR)
Das sonnenhungrige Wandelröschen ist ein Liebling der Insekten.

Neben den langtriebigen Sorten kommen inzwischen verstärkt klein bleibende Varianten in den Handel, die kaum in Form gehalten werden müssen. Sie werden tatsächlich nur für eine Saison im Balkonkasten kultiviert.

Pralle Sonne für die Gazanien

Die Gazanien (lat. Gazania), auch Mittagsgold oder Sonnentaler genannt, bilden Blüten in hübschen Farben von Rot und Dunkelrot bis Zartrosa und Cremeweiß, die bis zu zehn Zentimeter groß sind und von Mai bis September/Oktober erstrahlen. Je nach Sorte werden die Pflanzen 15 bis 50 Zentimeter hoch. Die Blüten öffnen sich nur bei Sonnenschein, daher der Name Mittagsgold.

Sommerblumen: Gazanie auch Mittagsgold oder Mittagsblume genannt in kräftigen Farben. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / blickwinkel/W. Layer | W. Layer)
Gazanien werden auch Mittagsgold oder Mittagsblume genannt.

Gazanien benötigen eher wenig Wasser – dann blühen sie am besten. Und ganz klar: Die "Sonnentaler" müssen unbedingt in der vollen Sonne stehen! Die Gazanie ist auch hübsch im Balkonkasten zwischen Tomatenpflanzen und schmückt Ihren Garten auch im Sommer bei Trockenheit und Hitze.