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Den stecken Sie locker in die Tasche! Ob fürs Büro, fürs Picknick oder als Geschenk, im Glas ist der Rhabarberkuchen immer dabei. Joachim Feinauer bringt dafür Rhabarberstückchen mit einer Buttermasse zusammen, dazu kommen noch Nüsse und reichlich Schokolade. So ist auch der kleine Kuchen ganz groß im Geschmack. Prima, dass man mit dem Rezept des SWR4 Backexperten gleich zwölf Gläser füllen kann!

Für die Rhabarbereinlage:


450 g Rhabarber
45 g Zucker


Für die Kuchenmasse:


100 g Butter, zimmerwarm
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
100 g Haselnüsse, gemahlen
50 g Mehl
50 g dunkle Schokolade, gehackt
1 Messerspitze Backpulver
50 g Zucker
1 Prise Salz


Für die Dekoration:


ein paar Erdbeeren
Schlagsahne
Zucker
Minzeblättchen


Außerdem benötigen Sie:


12 Sturzgläser, 7 cm hoch, Durchmesser 6 cm
12 Gummiringe für die Gläser (optional)
24 Klammern für die Gläser (optional)
Backblech
Spritzbeutel mit Lochtülle
Spritzbeutel mit Sterntülle


Ziehzeit für den Rhabarber:


mindestens 1 Stunde, besser über Nacht


Backzeit und -temperatur:


ca. 25 – 30 Minuten bei 160 Grad (mittlere Einschubleiste, Ober-/Unterhitze)


Gläser ausspülen und trocknen lassen.

Rhabarbereinlage:
Rhabarber putzen, schälen, in ca. 1 cm große Stückchen schneiden und mit dem Zucker mischen. Dann abgedeckt wie angegeben ziehen lassen. Die marinierten Rhabarberstückchen etwa 1 cm hoch in die Gläser füllen. Restlichen Rhabarber für später aufbewahren!

Kuchenmasse:
Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier trennen. Das gesamte Eiweiß noch zur Seite stellen, die Dotter (ca. 60 g) nach und nach in die Buttermasse einarbeiten. Nüsse, Mehl, Schokolade und Backpulver sehr gut mischen und unter ständigem Rühren zugeben. Letztlich das Eiweiß (ca. 90 g) mit Zucker und Salz zu steifem Schnee schlagen und löffelweise vorsichtig unterheben.
Die Masse auf den Rhabarberstückchen in den Gläsern verteilen, das klappt prima, wenn man dazu den Spritzbeutel mit Lochtülle nutzt. Mit etwa einem Esslöffel des zurückgestellten Rhabarbers bedecken. Der Erfahrung nach ist dann immer noch Rhabarber übrig, dieser macht sich nachher gut in der Deko!
Die Gläser auf ein Backblech stellen und die Kuchen wie genannt backen.

Bitte beachten:
Die Gläser nicht randhoch befüllen, sonst läuft die Masse über, da die Kuchen beim Backen aufgehen. Lassen Sie zwischen Füllung und Glasrand etwa 3 cm frei, dann sind Sie auf der sicheren Seite!
Die genannte Backzeit ist nur ein Erfahrungswert, unbedingt die Stäbchenprobe machen!
Danach die Gläser aus dem Ofen nehmen.

Dekoration:
Erdbeeren waschen, entkelchen und halbieren. Sahne mit Zucker steif schlagen und in den Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Jetzt können Sie entscheiden:
Entweder Sie garnieren die Kuchenoberflächen mit Erdbeerhälften, restlichen Rhabarberstückchen und einem Klecks Schlagsahne. Oder Sie legen die Glasdeckel auf und dekorieren darauf entsprechend. Ein paar Minzeblättchen runden in jedem Fall den Geschmack und die Optik ab.

Optional:
Sie bewahren die Kuchen für später auf. Dann nach dem Backen auf jedes Glas einen Gummiring auflegen und mit Hilfe von zwei Kammern fest verschließen. Im Kühlschrank halten sich die Kuchen dann etwa eine Woche, in der Gefriertruhe ca. zwei Monate.

Meine Spezialtipps für Kuchen im Glas:

Welche Gläser sind geeignet?
Selbstverständlich nur hitzebeständige Gläser, kleine Einmachgläser sind ideal. Es gibt sogenannte Sturzgläser, die sich zum Deckel hin nicht verjüngen. Wie der Name sagt, kann man hier die Kuchen herausstürzen und auf Tellern anrichten.

Welche Kuchen machen sich gut im Glas?
Alle Rührkuchen, aber auch Quark- und Sandkuchen. Die Füllung geht beim Backen auf, lassen Sie deshalb zum Glasrand immer mindestens 3 cm frei.

Wie kommen die Kuchen aus dem Glas?
Meist werden sie direkt aus dem Glas "gelöffelt", da sie sich beim Abkühlen aber ohnehin etwas verkleinern, lassen sie sich aus entsprechenden Gläsern (siehe oben) auch gut herausstürzen. Noch besser geht das, wenn man die Gläser vor dem Befüllen penibel fettet und dazu noch mit süßen Bröseln, gemahlenen Nüssen oder Kokosraspeln ausstreut (ummantelt die Kuchen gleich noch lecker und dekorativ!). Falls das Gebäck doch im Glas klebt, fahren Sie mit einem scharfen, glatten Messer einmal ringsum zwischen Kuchen und Glas. Wer ganz sicher gehen will, dass sich der kleine Kuchen auch vom Glasboden löst, legt diesen mit einer Oblate oder mit entsprechend zugeschnittenem Backpapier aus.

Wie lange halten sich Kuchen im Glas?
Rund zwei Monate können Sie Ihre "Kuchenschätzchen" aufbewahren. Die mit Obsteinlage lässt man nach dem Backen etwas ausdampfen, verschließt den Glasdeckel mit Klammern und stellt sie dann kühl. Alle anderen werden noch heiß verschlossen, so bildet sich im Glas ein Vakuum. Der "Plopp" beim späteren Öffnen beweist, dass die Kuchen gut verschlossen waren.

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