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Damit der Müllberg an Weihnachten nicht so groß wird, haben wir für Sie viele Tipps für nachhaltige Geschenke und ein umweltfreudliches Fest gesammelt.

1. Furoshiki statt Geschenkpapier

Ein Geschenk in Stoff verpackt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, wuhao newyork Inc. / AP Photo)
Geschenke verpacken ohne Geschenkpapier. wuhao newyork Inc. / AP Photo

Geschenke ohne schicke Geschenkverpackung wären irgendwie langweilig. Vor allem weiß man ja gleich was es ist, wenn man das Geschenk einfach so überreicht bekommt.

Klar ist aber auch, dass jedes Jahr an Weihnachten Unmengen von Geschenkpapier im Müll landen. Und das muss gar nicht sein, denn es gibt tolle Alternativen. Wir können es zum Beispiel so machen wie die Japaner. Die wickeln Geschenke in Stoff ein und den kann man wieder waschen, bügeln und wiederverwenden.

Die Wickel-Technik heißt Furoshiki. Das klingt erst mal kompliziert, ist es aber nicht. Wichtig ist nur, dass man ein quadratisches Tuch oder ein quadratisches Stück Stoff in der entsprechenden Größe verwendet. Folgt man der Falt-Anleitung, kann nichts schief gehen. Und wenn es beim ersten Mal nicht ganz so gut gelingt, kann man den Stoff ja einfach wieder glattbügeln.

Wer sich mit Furoshiki nicht anfreunden kann, der kann beispielsweise auch Gebäckdosen aus Metall als Geschenkverpackung verwenden.

2. Aus alt mach neu: Weihnachtskugeln aufpeppen

Mit Perlen und Glitter verzierte Christbaumkugeln  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Barbara Neveu / chromorange)
Mit Glitzer und Perlen bekommen Kugeln einen neuen Look. Barbara Neveu / chromorange

Irgendwann verlieren Weihnachtskugeln ihren Glanz. Das ist aber noch lange kein Grund, sie in den Müll zu werfen. Mit wenigen Handgriffen kann man sie wieder zum Strahlen bringen. Entweder peppt man sie mit Glitzerpulver und Bastelkleber auf, mit kleinen Perlen oder Pailetten oder mit einer Kombination aus allen drei Materialien.

Wer die Kugeln mit filigranen Mustern verschönern will, der verwendet am besten Glitterpaste aus der Tube. Auch mit Blattgold kann man Kugeln sehr edel verzieren.

Mit dem Mamor-Effekt aus Nagellack kann man alte Kugeln ebenfalls aufwerten. Wer möchte, kann auch mit Glasmalfarben oder Acryl kreativ werden.

3. Dekorieren mit Tannenzapfen und Co. statt Plastik

Es muss nicht immer Plastikdeko sein. Bei einem Spaziergang im Wald kann man so einiges finden, was zum Dekorieren taugt: Tannenzapfen, Eicheln, Kastanien, Nüsse, Moos, Hagebutten und Zweige.

Weihnachtsdekoration mit Tannenzweigen, Tannenzapfen, Kugeln und Lichterkette (Foto: Imago, Shotshop)
Mit Zweigen und Tannenzapfen nachhaltig dekorieren. Imago Shotshop

Tannenzapfen, Eicheln und Nüsse kann man auch Weiß, Gold oder Silber lakieren und mit Glitzer bestäuben. Wer es ganz modern mag, der kann es auch mit knalligen Farben wie Pink, Blau oder Violett versuchen.

Aus Hagebutten, Tannen- und Mistelzweigen lassen sich wunderschöne Kränze flechten.

Ein Mädchen schmückt einen Weihnachtsbaum mit Strohsternen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Bodo Marks)
Strohsterne basteln ist ein schöner Zeitvertreib in der Adventszeit. Bodo Marks

Und dann gibt es da ja noch die guten, alten Strohsterne. Die sind ja schon fast in Vergessenheit geraten. Denen könnten Sie in diesem Jahr zu einem Comeback an Ihrem Tannenbaum verhelfen.

Wie wäre es mit Deko zum Aufessen: ein Lebkuchenhaus oder Spekulatiushäuschen? Die verstauben bestimmt nicht, weil sie einfach lecker sind. Praktisch sind sie auch deshalb, weil man sich nach Weihnachten keine Gedanken darüber machen muss, wo man die Deko noch verstauen kann.

4. Besser nach Wunschzettel als auf Verdacht kaufen

Mädchen schreibt einen Wunschzettel (Foto: Imago, Westend61)
Der Wunschzettel ist auch 2020 nicht out. Imago Westend61

Eine nach wie vor sinnvolle Sache ist der Wunschzettel. So landen nicht irgendwelche Geschenke auf dem Gabentisch, von denen man denkt, der Beschenkte freut sich darüber. Sucht man sich was vom Wunschzettel aus, liegt man garantiert richtig. Und die Wahrscheinlichkeit, dass das Geschenk nach einigen Tagen in der Ecke liegt, ist auch geringer.

5. Selbstgemachte Geschenke

Zwei Gläser selbstgemachte Marmelade (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Ulrich Niehoff / imageBROKER)
Selbstgemachte Marmelade - mit Liebe zubereitet. Ulrich Niehoff / imageBROKER

Selbstgemachte Geschenke sind ebenfalls nachhaltiger. Wie wäre es also mit Gebäck, selbstgemachten Pralinen, Marmelade und Pesto aus Zutaten aus dem eigenen Garten oder selbst gedrehten Kerzen oder Seifen?

6. Zeit verschenken

Einige verabreden sich ja an Weihnachten dazu, ihren Lieben gar nichts zu schenken. Meist bleibt es dann aber nicht dabei und es wird noch schnell ein Last-Minute-Geschenk gekauft. Doch bevor die zehnte Blumenvase, der dritte Weihnachtspulli oder der vierte Rasierpinsel unterm Baum landen, könnte man ja auch einfach mal "Zeit" verschenken. Möglichkeiten gibt es viele: eine Wanderung mit Picknick, eine Einladung zum Essen, den Dachboden aufräumen, auf die Enkel aufpassen, ein Spieleabend usw.

7. Nachhaltige Produkte verschenken

Wer in Online-Shops oder in Geschäften nach Weihnachtsgeschenken Ausschau hält, der kann auch hier überlegt shoppen. Statt einem Gutschein für Kleidung einer Billig-Kette kann man auch Bio-Mode verschenken. Bücher kann man auch im Laden um die Ecke kaufen. Machen das viele andere auch so, verschwindet der eines Tages auch nicht von der Bildfläche.

Oder wie wäre es mit nachhaltigen Produkten wie Trinkflaschen, Brotdosen, Coffee-to-go-Bechern oder Produkten aus Holz statt aus Plastik?

8. Tannenbaum mieten

Ein Weihnachtsmann hält einen Tannenbaum im Topf in der Hand (Foto: picture-alliance / Reportdienste, LightField Studios / PantherMedia)
Mietbaum statt Wegwerf-Tanne. LightField Studios / PantherMedia

Erst sorgen sie im Wohnzimmer für weihnachtlichen Glanz und bringen Kinderaugen zum Leuchten und zwei Wochen später werden sie vor die Tür geworfen. Weihnachtsbäume können auch nach Weihnachten noch leben. Mietbäume sind da eine gute Lösung. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Sorten. Sie werden mit Wurzel im Topf verschickt. Damit der Baum die Mietdauer übersteht, gibt es noch Pflegehinweise dazu. Nach Weihnachten wird er entweder zurückgeschickt oder abgeholt. Wer möchte, kann den Baum auch behalten und im Garten einpflanzen.

9. Stofftischdecken und -servietten statt Papier

Weihnachtlich gedeckter Tisch (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Ingrid Balabanova / Zoonar)
Tischdecken und Servietten aus Stoff sind nicht nur besser für die Umwelt, sie sehen auch viel edler aus. Ingrid Balabanova / Zoonar

Papiertischdecken sind praktisch. Ist der Besuch nach dem Festmahl weg, kann man sie ruckzuck entsorgen. Doch Stofftischdecken sind immer die bessere Wahl. Auch wenn man anschließend den ein oder anderen Wein- oder Schokoladenfleck entfernen muss. Das Gleiche gilt natürlich auch für Stoffservietten.

10. Adventskalender die man immer wieder befüllen kann

Gefüllte Säckchen an einem selbst gestalteten Adventskalender  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Adventskalender versüßen uns die Adventszeit. Picture Alliance

Adventskalender aus wiederbefüllbaren Säckchen, Strümpfen oder Stoffhäusern sind nachhaltiger als Schokoladen-Adventskalender aus Papier und Plastik, die nur für den einmaligen Gebrauch gedacht sind. Auch aus unterschiedlich großen, stabilen Schachteln kann man einen Kalender basteln. Der dürfte ein paar Jahre halten. Wer es stabiler mag, der greift lieber zu einem Adventskalender aus Holz.

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