Feldsalat (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Späte Gemüse wie Spinat oder Feldsalat - jetzt pflanzen und im Herbst ernten

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Volker Kugel
SWR4 Gartenexperte Volker Kugel (Foto: SWR, SWR - Foto: Thilo Schmautz)
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Rebecca Fehlen

Lust auf Salat oder Spinat aus dem eigenen Garten? Wer im Herbst noch Gemüse ernten will, sollte im August aktiv werden. Volker Kugel stellt fünf Pflanzen vor, die eine leckere Ernte versprechen.

Frisch aus dem eigenen Garten direkt auf den Teller: Anfang August sollte ausgesät werden, damit Sie sich auch ab Ende September noch mit eigenem Gemüse aus dem Garten oder dem Hochbeet auf der Terrasse versorgen können.

Feldsalat ernten: Der schmackhafte Klassiker

Ein Klassiker ist der Feldsalat, den wir jetzt bis Ende September noch säen können!

  • Aussaat: Einen halben bis einen Zentimeter tief in Reihen mit zehn Zentimetern Abstand. Der Boden muss humos sein.
  • Empfohlene Sorten: Eine sehr gute Sorte ist "Vit", eine andere heißt "Amely".
Die Feldsalat-Vitamin-Bombe (Foto: SWR)

Der Feldsalat, den wir jetzt aussäen, kann in etwa acht Wochen, also Ende September, geerntet werden. Bei einer Aussaat ab September oder Oktober dauert es ungefähr zehn bis zwölf Wochen, da kommen wir dann teilweise schon in den Frühwinter. Aber das ist für Feldsalat in Ordnung.

Pak Choi anbauen für leckere Rezepte

Zur Aussaat eignet sich noch ideal Pak Choi, der chinesische Senfkohl. Er bildet keine Köpfe aus, sondern bis zu 40 Zentimeter hohe Rosetten mit langstieligen grünen Blättern, die weiße Blattrippen haben. Bitte nicht verwechseln mit dem Mangold.

  • Aussaat: Zwei Zentimeter tief ausgesät in sonniger oder halbschattiger Lage. Reihenabstand 30 Zentimeter, Saatabstand etwa 20 Zentimeter.
  • Empfohlene Sorten: "Green Fortuna" und "Tatsoi".
Gartentipp spätes Gemüse säen: Pak Choi in einem Beet. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Mary Evans Picture Library | Ardea)
picture alliance / Mary Evans Picture Library | Ardea

Bereits nach sechs Wochen können junge Blätter des Pak Choi geerntet und als Salatzugabe oder Gemüse beispielsweise für Nudeln mit Pak Choi verwendet werden.

Spinat Aussaat im Herbst

Ab Anfang August ist auch die richtige Zeit, um den Herbstspinat auszusäen, der dann ab Ende September erntereif ist. Wenn Sie Ende August noch aussäen, beginnt die Ernte dann eben Anfang November.

  • Aussaat: Einen bis zwei Zentimeter tief gesät, im Reihenabstand von 20 Zentimetern.
  • Empfohlene Sorten: Spezielle Herbstspinatsorten wie die Sorten "Matador" oder "Nobel".
Gartentipp spätes Gemüse säen: Sogenannte Baby Leafs von Spinat in einem Beet. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke)
picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke

Nach zwei Wochen erfolgt die Keimung und wir dünnen die Sämlinge aus auf einen Abstand von fünf bis sieben Zentimetern. Schon nach vier Wochen können wir Baby-Leafs, die jungen Blätter ernten und nach acht Wochen, also Ende September die bis zu 25 Zentimeter hohen Rosetten des Herbstspinat.

Gesunden Chinakohl anbauen

Auch Chinakohl lässt sich noch Anfang August im Beet anbauen. Er ist ein besonders guter Vitamin C-Lieferant und enthält viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium und Eisen.

  • Aussaat: Gepflanzt mit etwa 30 Zentimetern Reihenabstand, falls Sie eine größere Anzahl pflanzen.
  • Empfohlene Sorte: Eine sehr bewährte Herbstsorte ist "Bilko".
Gartentipp spätes Gemüse säen: Chinakohl in einem Beet. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke)
picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke

Der Chinakohl sollte etwa eine Woche nach der Pflanzung eine Düngung mit 60 Gramm organisch-mineralischem Volldünger erhalten, denn er ist ein sogenannter Starkzehrer.

Erntereif ist der Chinakohl ungefähr acht bis neun Wochen nach der Pflanzung, also Ende September oder Anfang Oktober.

Endiviensalat pflanzen und ernten

Endiviensalat ist auch als Friséesalat bekannt. Das ist mein Liebling wegen seines leicht bitteren Geschmacks.

  • Aussaat: Mit Abstand von 30 Zentimetern von Pflanze zu Pflanze und Reihe zu Reihe gepflanzt.
  • Empfohlene Sorten: Auch hier gibt es spezielle Herbstsorten wie "Myrna Frisée", "Escorial Gelber" oder "Breedblad Volhart Winter".

Auch hier müssen Sie für Düngernachschub sorgen, mit circa 60 Gramm organisch-mineralischem Dünger. Ende September ist die Endivie dann erntereif und kann zum Beispiel wunderbar zu Endiviensalat mit Granatapfelkernen verarbeitet werden.

Endiviensalat grün und rot. (Foto: Getty Images, Thinkstock - sasimoto)
Thinkstock - sasimoto

An dem leicht bitteren Geschmack erkennt man, dass die Endivie mit dem roten Radicchio und dem Chicorée eng verwandt ist. Der Endiviensalat ist die ideale Nachkultur für alle Kohlarten, denn er ist ja ein Korbblütler, kommt also aus einer anderen Pflanzfamilie.

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