Sonnenhut Sommerbeet Unterschiedliche Sorten (Foto: SWR, Bastian Caspar)

Sommerblume Sonnenhut - alles über richtigen Standort und Pflege

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Der Sonnenhut leuchtet im Sommer zur Freude von Gärtnern und Bienen. SWR4 Gartenexperte Volker Kugel erklärt Unterschiede und Pflege der Sorten.

Sonnenhut ist nicht gleich Sonnenhut - Was ist der Unterschied?

Den "Gelben" oder "Echten Sonnenhut" (Rudbeckia) gibt es wirklich nur in Gelb mit einer leicht gewölbten, schwarzen oder dunkelbraunen Blütenmitte. Er liebt humose, nährstoffreiche Böden, die immer ausreichend feucht sein müssen. Die bekanntesten Sorten werden ungefähr 50 bis 70 hoch.

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Der Scheinsonnenhut ist auch bekannt unter seinem lateinischen Namen Echinacea. Die Echinacea-Sorten lieben humose, durchlässige Böden ohne Staunässe - und sie vertragen im Gegensatz zu den Rudbeckien zeitweilige Trockenheit sehr gut!  Echinacea blüht in Weiß, Orange und Rosa - aber natürlich auch in Gelb. Wegen der Blütenmitte, die auffällig stachelig und hoch ist, hat die Pflanze den Beinamen Igelkopf bekommen.

Der Scheinsonnenhut ist durch den auffälligen Igelkopf leicht vom Echten Sonnenhut zu unterscheiden (Foto: SWR, Bastian Caspar)
Der "Scheinsonnenhut" Echinacea hat in der Blütenmitte den auffälligen "Igelkopf" und kommt in verschiedenen Farben vor. Bastian Caspar

Welchen Standort wähle ich für welchen Sonnenhut?

Das Fazit lautet also: Der "Gelbe Sonnenhut" stellt größere Ansprüche an die Bodenfeuchtigkeit als der "Scheinsonnenhut", der auch mal mit Trockenheit zurecht kommt. Wenn man diesen Unterschied kennt, kann man besser den geeigneten Standort finden.

Brauchen der Echte und der Scheinsonnenhut ähnliche Pflege?

Im Prinzip ja - wenn sie den richtigen Standort im Garten haben. Der Gelbe Sonnenhut und der Scheinsonnenhut werden entweder im Frühjahr bis Ende April oder im Herbst von Ende September bis zum Frost gepflanzt.

Wer schon Sonnenhut im Garten hat, sollte jeweils einmal im Frühjahr düngen, mit 50 Gramm organisch-mineralischem Volldünger. Zurückgeschnitten werden die Sonnenhüte im Spätherbst. Wer mag, kann die dekorativen Blütenstände auch über Winter stehen lassen – das hilft Insekten beim Überwintern. Dann müssen Sie aber zeitig im Frühjahr zur Schere greifen.

Ganz wichtig: Wenn Sie im Sommer ab und zu Verblühtes gezielt herausschneiden, dann fördern Sie damit die Bildung neuer Blüten!

Und das ganz große Plus beider Arten ist die magische Anziehungskraft auf Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge!

Der Scheinsonnenhut Echinacea ist unkompliziert und insektenfreundlich (Foto: SWR, IMAGO / agefotostock)
Der Scheinsonnenhut Pallida fällt mit seinen hängenden Blütenblättern besonders auf. IMAGO / agefotostock

Welche Sorten Sonnenhut sind empfehlenswert?

  • Beim Gelben Sonnenhut sind zum Beispiel die bewährten Sorten "Goldsturm" und "Early Bird Gold" gut geeignet. Sie erreichen eine Höhe von 60 bis 70 Zentimetern. "Early Bird Gold" blüht etwas früher, der "Goldsturm" später. Wer beide Sorten pflanzt, kann so die Blütezeit im Beet verlängern.


  • Beim Scheinsonnenhut Echinacea ist die Wildform "Pallida" mit den typischen rosa Blütenblättern, die leicht herunterhängen, besonders hübsch. Eine echte Neuheit ist der Scheinsonnenhut "Green Twister". Er wird ungefähr 80 Zentimeter hoch und wechselt im Verlauf der Blütezeit die Blütenfarbe und zwar von Hellgelb zu Rosa, mit den typischen grünen Spitzen der Blütenblätter. Das ist richtig auffällig!
Sonnenhut (Foto: SWR, SWR - Foto: Katja Hemmer)
Echinacea in Rosa. SWR - Foto: Katja Hemmer

Welche Pflanzen lassen sich gut mit Sonnenhut kombinieren?

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