Die immergrüne Ölweide: Alternative zu Thuja, Eibe und Co. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / Photoshot | Michael Warren)

Sichtschutz für den Garten auch für heiße Sommer: die Ölweide

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AUTOR/IN
Volker Kugel
SWR4 Gartenexperte Volker Kugel (Foto: SWR, SWR - Foto: Thilo Schmautz)

Das Ölweidengewächs eignet sich optimal als immergrüne Hecke und Spalier im Garten. Sie bietet auch im Winter guten Sichtschutz und ist eine gute Alternative zu den bekannte Hecken wie Thuja, Eibe und Co. SWR4 Gartenexperte Volker Kugel zeigt, welchen Standort die winterharte Hecke braucht und wie man sie richtig pflegt.

"Wir brauchen wirklich neue Ideen für immergrüne Hecken. Die Thuja hat mit den heißen, trockenen Sommern inzwischen deutlich Probleme. Die Eibe wirkt an viele Stellen zu dunkel. Der Kirschlorbeer und die Glanzmispel sind gut, aber inzwischen doch sehr häufig zu sehen."  

Die Ölweide: die winterharte Alternative zu bekannten Hecken wie Thuja oder Eibe

Die immergrüne Ölweide (lat. Elaeagnus Ebbingei) ist ein echter Geheimtipp als Heckenpflanze. Sie eignet sich ideal für schmale Sichtschutzspaliere und ist eine tolle Alternative zu bekannten Hecken. Durch die milderen Winterzeiten gedeiht das Ölweidengewächs auch in unseren Breiten sehr gut und ist dementsprechend winterhart.

Falls Sie nach mehr Abwechslung im Garten suchen, können Sie auch verschiedene Hecken anpflanzen.

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Blätter, Blüten, Höhe - das ist die Ölweide

  • Sie wird als freiwachsender Strauch zweieinhalb bis drei Meter hoch.
  • Sie lässt sich durch regelmäßigen Schnitt auf etwa anderthalb bis zwei Meter Höhe halten.
  • Sie hat sechs bis acht Zentimeter lange Blätter, die sich etwas ledrig anfühlen. Oben sind sie glänzend dunkelgrün, die Blattunterseite ist bräunlich bis silbergrau.
  • Sie bietet im Herbst noch einmal eine Überraschung: Ab Ende Oktober erscheinen cremeweiße, wachsartige Sternblüten.
  • Diese späten Blüten sind eine sehr wertvolle Nahrung für Insekten, die zu dieser Zeit spät im Jahr ja kein üppiges Angebot mehr vorfinden.
  • Die Herkunft der immergrünen Hecke ist Asien, Südeuropa und Nordamerika.
Die immergrüne Ölweide: Alternative zu Thuja, Eibe und Co. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / Photoshot | Michael Warren)
picture-alliance / Photoshot | Michael Warren

Die Beschaffenheit der Blätter zeigt eindeutig, dass die immergrüne Ölweide mit Trockenphasen gut zurechtkommt. Die ledrige Oberfläche schützt das Blatt vor starker Verdunstung.

Standort und Pflege der Ölweide

  • Sie braucht idealerweise einen geschützten, warmen Standortmöglichst sonnig, aber Halbschatten geht auch noch.
  • In Höhenlagen ab etwa 600 Meter kann es passieren, dass die Pflanzen in einem harten Winter ihre Blätter verlieren. Aber keine Sorge: Im Frühjahr treiben sie dann neu aus.
  • An den Boden stellt die wintergrüne Ölweide keine großen Ansprüche. Nur verdichtete Böden mit Staunässe mag sie natürlich nicht.
  • Wichtig ist der regelmäßige Schnitt, damit die Heckenform erhalten bleibt. Ideale Zeitpunkte fürs Schneiden sind Ende März nach dem Winter und Anfang August, wenn die Brutzeit der Vögel vorbei ist.

Hier erfahren Sie noch mehr über die richtige Vorgehensweise beim Heckenschneiden.

Immergrüne Hecken richtig gießen

Bei allen immergrünen Heckenpflanzen, auch bei Eiben, Kirschlorbeer, Liguster und Glanzmispeln, ist eine möglichst gleichmäßige Wasserversorgung sehr wichtig. Und das nicht nur in der Wachstumszeit! Gerade in den kalten Monaten sollten Sie in frostfreien Phasen Ihre Heckenpflanzen mit Wasser versorgen. Die immergrünen Blätter oder Nadeln verdunsten ständig Wasser und bei ausdauerndem Wassermangel würden die Pflanzen in ihrer Not die Blätter bzw. Nadeln abwerfen. Wenn Sie im Winter gießen, dann bitte richtig: Bei einem Gießvorgang sollten pro laufendem Meter schon so um die zehn Liter Wasser bei den Pflanzen ankommen!

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