Ein voller Kompost mit Essensresten und Gartenabfällen im Winter (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / CHROMORANGE | Martina Raedlein)

Kompost im Winter – darauf kommt’s an

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Im Winter kann der Kompost zu nass werden und die Essensreste und Gartenabfälle verrotten schlecht. Deshalb sollten Sie jetzt Ihren Kompost umsetzen und ihn auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

Kompost darf im Winter nicht zu nass und feucht werden

Das Hauptproblem ist meist die Durchnässung des Komposts. Es regnet und schneit mehr, es verdunstet aber weniger Wasser. Das macht es schwieriger für die Mikroorganismen und Kompostwürmer, die für die Zersetzung der Abfälle verantwortlich sind. Außerdem besteht die Gefahr, dass viele Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen werden. Dagegen hilft es, den Kompost abzudecken.

Essensreste auf einem Kompost im Winter (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / CHROMORANGE | Martina Raedlein)
Essensreste und Gartenabfälle werden auf dem Kompost zu Bio-Dünger. picture alliance / CHROMORANGE | Martina Raedlein

Damit sollten Sie Ihren Kompost abdecken

Offene Komposthaufen werden mit Schilfmatten so abgedeckt, dass die Luft noch zirkulieren kann, größere Wassermengen aber abgeleitet werden. Ganz wichtig ist hier, dass Sie möglichst keine Plastikfolien oder ähnliches verwenden, weil sonst der Kompost zu faulen beginnt statt zu verrotten.

Den Kompost im Winter umsetzen und durchmischen

Idealerweise sollten Sie Ihren Kompost vor dem Winter nochmal umsetzen. Das Umsetzen und das gründliche Durchmischen des Materials fördert die Belüftung des Komposts und verteilt die Feuchtigkeit gleichmäßig. Genau das ist optimal für die Aktivität der Mikroorganismen und Kompostwürmer, die die Arbeit beim Kompostieren alleine übernehmen.

Ein Regenwurm im Kompost (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/vizualeasy | Li Lo)
Mikroorganismen und Würmer sind entscheident beim Kompostieren von organischen Abfällen. picture alliance/vizualeasy | Li Lo

Gartenkalk und Herbstlaub – der Turbo für den Kompost im Winter

Das Kompostieren im Winter geschieht wegen der Kälte deutlich langsamer als im Sommer. Ein kleiner Trick kann dazu beitragen, die Feuchtigkeit im offenen Kompost zu verhindern und die Aktivität der Mikroorganismen zu steigern: Geben Sie gerade in der Winterzeit alle sechs Wochen etwa 100 Gramm Gartenkalk pro Quadratmeter Kompostfläche auf die Küchenabfälle. Der Kalk saugt überschüssiges Wasser auf und wirkt auf die Bodenlebewesen wie ein Turbo.

Eine Frau gibt Herbstlaub in den Kompost (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa-tmn | Kai Remmers)
Um den Kompost im Winter gut zu belüften, kann man ihn mit Herbstlaub durchmischen. picture alliance / dpa-tmn | Kai Remmers

Zudem kann man im Herbst gehäckselte Zweige und zerkleintertes Herbstlaub trocknen und im Winter nach und nach zu den Küchenabfällen mischen. Je besser der Kompost im Winter durchmischt und belüftet ist, desto besser können die Mikroorganismen auch in den kalten Monaten arbeiten.

Und hier haben wir die entscheidenden Tipps für Sie, worauf es beim Kompost ankommt, damit Sie Ihren eigenen Bio-Dünger produzieren können.

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