Die Blüten des Himmelsbambus (Nandina domestica) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Zoonar | Peter Himmelhuber)

Der Himmelsbambus: Passt perfekt zu Rhododendron

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Im Frühjahr ist die ideale Pflanzzeit für Sträucher, Bäume und Stauden. Wer einen tollen Pflanzpartner für seinen Rhododendron sucht, ist beim Himmelsbambus (Nandina) richtig.

Die Nandina, wie der Himmelsbambus botanisch heißt, ist ein tolles Gewächs vor allem zur Bereicherung von Beeten mit Rhododendron und Azaleen. Aber auch für Pflanzkübel ist der Strauch sehr gut geeignet. Zu kaufen gibt es ihn eigentlich in jedem Gartencenter. Leider ist der Himmelsbambus, wie so viele Ziergewächse, giftig.

Der Himmelsbambus (Nandina)

  • Ist ein immergrüner Strauch, der sehr kompakt bleibt.
  • Erreicht etwa eineinhalb bis zwei Meter Höhe und Breite.
  • Wächst sehr filigran und bringt damit Leichtigkeit und Eleganz in den Garten.
  • Sieht mit seinen rohrartigen Trieben und den filigranen Blättern tatsächlich ganz ähnlich aus wie ein Bambus – nur ist er eben keiner.

Eine Pflanze mit tollen Überraschungen

Übers Jahr gesehen hat der Himmelsbambus wirklich was zu bieten: Beim Austrieb im Frühjahr sind die Blätter zuerst leuchtend rot später werden sie grün.

Die bunten Blätter des Himmelsbambus (Nandina domestica) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Avalon | Ernie Jane)
So schön bunt sind Blätter des Himmelsbambus im Frühjahr. Avalon | Ernie Jane

Die prächtigen weißen Blüten erscheinen in bis zu 35 Zentimeter langen Rispen im Juni und Juli. Und wenn Sie zwei bis drei Pflanzen einigermaßen nah beieinander in den Garten setzen, dann bilden sich im Herbst sehr auffällige rote Beeren, die ebenfalls in großen Rispen zusammenstehen.

Himmelsbambus (Nandina domestica) mit Früchten an den Zweigen.  (Foto: Getty Images, McPHRM)
Himmelsbambus mit roten Früchten an den Zweigen im Herbst. McPHRM

Weil der Himmelsbambus im Winter sein frischgrünes Laub behält, bietet er uns in jeder Jahreszeit einen tollen Anblick – Immer ein bisschen anders!

Gedeiht der Himmelsbambus auch im Garten?

Der Himmelsbambus braucht einen sehr humusreichen Boden, der leicht sauer ist – Böden mit viel Kalk mag er gar nicht. Und weil er's gerne "sauer" mag, ist er der ideale Partner für Rhododendren und Azaleen und sorgt für eine schöne Auflockerung im klassischen Moorbeet. Dort sollte er eher an den Plätzen mit wechselnder Sonne stehen, denn wenn er im vollen Schatten zurechtkommen muss, bildet er nicht so viele Blüten.

Die Pflege ist zum Glück ganz einfach – und schnell erklärt: Im Mai und August sollte die Pflanze mit Rhododendrondünger versorgt werden und in ausgeprägten Trockenzeiten sollten Sie ganz regelmäßig gießen. Das war es auch schon! Schneiden müssen Sie gar nicht – das würde eher das Gesamtbild dieses tollen Strauches stören!

Der Himmelsbambus ziert auch die Terrasse

Wer den Himmelsbambus auf die Terrasse stellen will, sollte ein mehr als 20 Liter fassendes Pflanzgefäß wählen, das natürlich mit Rhododendron- beziehungsweise Moorbeeterde gefüllt sein muss. Wichtig ist außerdem, dass das Gefäß ein Ablaufloch für überschüssiges Wasser hat, denn Staunässe verträgt der Himmelsbambus gar nicht.

Wie kommt der Himmelsbambus zu seinem Namen?

Der Himmelsbambus, der manchmal auch als "Heiliger Bambus" bezeichnet wird, stammt ursprünglich aus Asien. Der Name kommt daher, dass diese Pflanze dort oft als Zierde in Tempelgärten gesetzt wird. Außerdem hat sie oft den Zusatznamen "Fire Power". Mit dem Bambus, wie wir ihn kennen, hat sie botanisch eigentlich gar nichts zu tun! Nur die Form der Blätter ist ähnlich.

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