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Nicht jeder kann sofort geimpft werden. Zu welcher Gruppe gehören Sie und wie läuft die Impfung dann ab?

Das Bundesgesundheitsministerium hat für Menschen, die sich impfen lassen wollen, eine Reihenfolge festgelegt.

Wie lange der Ablauf insgesamt dauern wird, ist zwar nicht sicher. Aber viele Experten gehen davon aus, dass alle Gruppen bis zum kommenden Sommer oder Herbst geimpft sein können.

Themenbild,Symbolfoto-noch im Dezember soll der Impfstoff von Biontech Pfizer zugelassen werden, so dass noch im Dezember mit den Impfungen in den Corona-Impfzentren begonnen werden kann. (Foto: dpa Bildfunk, Frank Hörmann)
Corona-Impfung Frank Hörmann

Wird es eine Impfpflicht geben?

Nein. Die Impfung ist für jeden freiwillig.

Wer darf zuerst geimpft werden?

  • Über 80-Jährige. Sie sterben am häufigsten an der Coronavirus-Infektion.
  • Bewohner und Beschäftigte in Pflegeheimen
  • Pflegekräften in ambulanten Pflegediensten
  • Menschen, die zuhause Pflegebedürftige versorgen
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die sich dort besonders leicht mit dem Coronavirus anstecken können - zum Beispiel das Personal der Intensivstationen und Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der Palliativversorgung und in Impfzentren

In der ersten Impfphase sollen Menschen in Alten- und Pflegeheimen durch mobile Impfteams geimpft werden. Diese Menschen werden in den jeweiligen Einrichtungen direkt informiert.

Wer gehört zur zweiten Gruppe?

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung, oder nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen, von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte und Schwangeren
  • Personen, die in der stationären oder ambulanten Pflege von geistig behinderter Menschen tätig sind
  • Weitere Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, zum Beispiel Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind - etwa bei Demonstrationen
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in wichtigen Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Wer gehört zur dritten Gruppe?

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, diverse Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Andere Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die nicht zu den beiden ersten Gruppen gehören
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW und in der Justiz
  • Personen in wichtigen Positionen in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und in der Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit problematischen Arbeits- oder Lebensbedingungen

Die Impfung einer Gruppe muss nicht erst komplett abgeschlossen sein, bevor man mit der nächsten Gruppe beginnen kann.

Impfung in einem Impfzentrum (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/ dpa/ Philipp von Ditfurth)
Impfung in einem Impfzentrum picture alliance/ dpa/ Philipp von Ditfurth

Wie wird geimpft?

Am Anfang soll hauptsächlich durch mobile Teams und in Testzentren geimpft werden, und zwar nur nach Terminvereinbarung.


  • Impfstart in den 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz war am 11. Januar 2021, zunächst für die über 80-Jährigen.
  • Die Terminvergabe für die Impftermine erfolgt seit dem 4. Januar entweder telefonisch über die Telefonnummer 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite impftermin.rlp.de.
  • In Baden-Württemberg kann man sich telefonisch unter der Telefonnummer 116 117 für Impftermine anmelden.
  • Auch online über die Webseite www.impfterminservice.de und eine App kann man sich registrieren.
  • In größeren Zentren sollen auch telefonische Anmeldungen direkt vor Ort entgegengenommen werden können.
  • Die Impfzentren sind täglich von 7 Uhr bis etwa 21 Uhr geöffnet.
  • Pro Standort sollen an den Kreisimpfzentren etwa 800 Impfungen am Tag durchgeführt werden - 1.500 Impfungen täglich an den zentralen Impfzentren.

Die Impfung ist kostenlos.

Hausärzte sollen zunächst nicht impfen.

Wie oft muss man geimpft werden?

Im Moment ist der Stand, dass man innerhalb von wenigen Wochen zwei Impfdosen bekommt, um einen Impfschutz aufzubauen.

Wie läuft eine Impfung im Impfzentrum ab?

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