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In Zeiten von Corona ist Angeln total angesagt. Angeln geht auch unter Corona-Bedingungen und ist eine echte Abwechslung im Alltag.

Auch viele Familien und junge Leute begeistern sich inzwischen für dieses Hobby. Einige Fischerei-Vereine berichten von großer Nachfrage nach Neumitgliedschaften und Angelprüfungen. Vielleicht sprechen folgende Gründe ja auch den Angler in Ihnen an.

1. Ausflüge in der Natur

Angler sind an der frischen Luft und verbringen viel Zeit an ruhigen und abgelegenen Orten. In der Natur können sie Vögel und Tiere beobachten, die am Ufer von Seen oder Flüssen leben.

2. Angeln entspannt

Beim Angeln kann man hervorragend vom Job abschalten, der Hektik der Stadt entfliehen oder eine Auszeit von der Familie nehmen. Man kann die Stille genießen und den Geräuschen der Natur lauschen. Das tut gut und entspannt ungemein.

 Angler am Ufer eines Flusses (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)
dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

3. Alleine angeln oder in Gesellschaft

Der Angelsport ist coronakonform. Man kann alleine angeln gehen, mit der Familie oder mit anderen, aber dann eben mit Abstand. Den braucht man beim Angeln sowieso. Somit ist der Angelsport sowohl was für Einzelgänger als auch für gesellige Menschen. Wenn die Corona-Krise irgendwann vorbei ist, dann kann man auch wieder mal bei einem Bierchen enger zusammenrücken.

4. Man lernt was Neues: über Fische, Wasserqualität und die Natur

Wer angeln will, braucht einen Angelschein. Dafür muss man Kurse belegen und eine Prüfung ablegen. Dabei lernt man viel über Fische, über Wasserqualität, übers Angeln allgemein und über ökologische Zusammenhänge.

5. Adrenalin-Kick, wenn der Fisch anbeißt

Flussbarsch an der Angel (Foto: picture-alliance / Reportdienste, blickwinkel/P. Schuetz )
blickwinkel/P. Schuetz

Wer zum Angeln fährt, der weiß nie, was der Tag bringt. Wird überhaupt ein Fisch anbeißen? Was werde ich an der Angel haben? Und wenn dann ein Fisch anbeißt, dann schießt Adrenalin durch den Körper.

6. Frischer, regionaler Fisch

Ein selbst gefangener Fisch zum Mittagessen, das kennen wir heute eigentlich gar nicht mehr. Meist landet Fisch in Form von Fischstäbchen auf dem Teller oder wir kaufen ihn an der Fischtheke. Aber frische, regionale und nachhaltige Nahrungsmittel sind immer mehr gefragt. Die Fische aus dem See oder aus dem Fluss wachsen zudem artgerecht auf und müssen auch nicht hunderte Kilometer zu uns transportiert werden.

7. Angeln ist trendy

Wer glaubt, Angeln bedeutet unweigerlich schweigend im Campingstuhl zu sitzen und vor sich hin zu meditieren, der liegt falsch. Viele Angler, vor allem junge, angeln aktiv. Das heißt, sie werfen die Rute aus und holen sie wieder ein, immer wieder, bis ein Fisch anbeißt. Ist keine Beute zu machen, ziehen sie weiter. Auch das "Streetfishing", also das Angeln mitten in der Stadt ist im Moment überall in Europa sehr angesagt.

Social Media befeuert den Angel-Trend sogar noch. Auf der Videoplattform YouTube gibt es unzählige Erklärvideos rund um das Angeln und Filme über spektakuläre Fänge. Auch auf Instagram feiern Angel-Influencer ihre Beute, darunter auch viele junge Frauen.

8. Günstiges Hobby

Es braucht gar nicht viel, um den ersten Fisch zu fangen. Wer angeln möchte, braucht auf jeden Fall einen Angelschein (sonst droht eine Strafe wegen Wildfischerei) und eine Grundausrüstung, die schon für etwa 300 Euro zu haben ist. Dazu gehören eine Angelrute, ein Köcher, Rollen, Schnüre, ein paar Köder oder Fliegen. Für die jeweiligen Gewässer muss man dann noch sogenannte Fischereierlaubnisscheine erwerben, die gibt es für ein ganzes Jahr, tage- oder wochenweise.

Markdorf

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