Eine Frau wärmt sich in eine Decke gehüllt, an einer Tasse Tee in den Händen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Ole Spata)

Was kann man tun, wenn man friert - 6 Tipps

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Anne Burzinski

Wie kalt der Winter 2022/23 noch wird, kann niemand sicher sagen. Aber eins steht fest: Unsere Tipps gegen Kälte machen garantiert warm – ohne dass Sie die Heizung hochdrehen müssen.

1. Die richtige Kleidung
2. Simpel und super: Das Zwiebelprinzip
3. Lebensmittel, die von innen wärmen
4. Kalt duschen für gute Durchblutung
5. Wellness für daheim
6. Frische Luft ist das A und O!

1. Richtig kleiden für den Winter - aber wie?

Der beste Weg Kälte im Winter vorzubeugen ist die richtige Kleidung. Beim Kauf von Winterkleidung sind Qualität und Material entscheidend. Naturmaterialien wie Wolle, Kaschmir oder Daunen wärmen besonders gut. Denn diese Materialien sind atmungsaktiv und nehmen Feuchtigkeit auf. So wird dem Körper der Schweiß abgenommen, nicht aber die Körperwärme. Bei Kunstfasern schwitzt man schneller und friert eher, da die Feuchtigkeit am Körper bleibt.

2. Viele Schichten, top gekleidet: Der Zwiebellook

Warme Kleidung ist das A und O - vor allem, wenn man dabei auf Layering (Zwiebellook) achtet. Was genau ist der Zwiebellook? Statt nur einen dicken Wollpullover anzuziehen, tragen Sie besser mehrere Kleidungsstücke übereinander.

Wie viele Lagen brauche ich nun?

Für den gelungenen Zwiebellook sind mehrere dünne Schichten ideal. Als erste Schicht eignet sich am besten ein Unterhemd aus Merinowolle. Darüber am besten ein T-Shirt aus Baumwolle anziehen, dann einen mittelwarmen Pullover und als äußerste Schicht eine Strickjacke oder eine Daunenweste.

Zwischen den einzelnen Schichten bildet sich eine isolierende Schicht, die uns wärmt. Außerdem haben wir durch die vielen Kleidungsstücke die Möglichkeit, uns durch An- und Ausziehen besser an verschiedene Temperaturen anpassen zu können.

Wollsocken (Foto: Colourbox)
Warme Füße machen glücklich!

Sie haben oft kalte Füße? Auch dagegen gibt es hilfreiche Tipps. Unverzichtbar sind natürlich warme Wollsocken. Und gönnen Sie sich für Zuhause ein Paar kuschelige Hausschuhe aus Naturmaterialien.

3. Ingwer, Chili & Co: wärmende Gewürze

Die Kleidung wärmt uns von außen, die Nahrung von innen. Es gibt wärmende Lebensmittel, Speisen und Kräuter. Besonders würziger Chai und frischer Ingwer wärmen und tun gut. Ingwer heizt so richtig ein und wirkt durchblutungsfördernd. Dafür sorgen die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle und Scharfstoffe. Neben Ingwer wärmen uns von innen auch Gewürze wie Chili, Kardamon, Kurkuma, Knoblauch und Cayennepfeffer.

Mit einer ausreichenden Zufuhr an Flüssigkeit kann man zursätzlich das Immunsystem entscheidend stärken. Heiße Getränke wie Tee oder vitaminreicher Punsch sind gut für die Gesundheit.

Alkohol hingegen hat die gegenteilige Wirkung. Das Gefühl von Wärme beim Glühwein hält nicht lang, weil Alkohol die Gefäße verengt und die Durchblutung einschränkt. So erzeugt Alkohol zwar ein Gefühl der Wärme, doch tatsächlich führt er dazu, dass der Körper noch schneller auskühlt.

Steckrüben-Cremesuppe mit Rettich-Topping Asian Style (Foto: SWR, trickytine)
trickytine

Wärmende Mahlzeiten wie Suppen und Aufläufe

Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) lohnt sich der Griff zu bestimmten Lebensmitteln. So werden gewissen Lebensmitteln wärmende Eigenschaften zugeschrieben, anderen kühlende. Als "warm" gilt zum Beispiel das Gewürz Zimt. Wer also schon verfroren aufwacht, dem hilft morgens ein warmes Porridge mit Nüssen und Zimt. Das wärmt und liefert Energie - ein guter Start in den Tag.

Das klassische Essen in der kalten Jahreszeit sind Suppen und Brühen in allen Varianten. Aber auch Aufläufe und andere Ofengerichte heizen uns von innen auf. Das Praktische an Aufläufen? Mit der Restwärme des Backofens können Sie ein klein wenig die Küche heizen, indem Sie die Tür noch eine Weile offen lassen, bis sich der Ofen auf Zimmertemperatur abgekühlt hat.

4. Der Kampf mit dem Inneren Schweinehund: kalt duschen

Ja, es kostet Überwindung! Aber der positive Effekt regelmäßiger Kälte-Konfrontation ist enorm. Wer sich morgens kalt abduscht oder barfuß durch den Schnee stapft, stärkt sein Immunsystem und friert insgesamt weniger.

Ein Duschkopf (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Philipp von Ditfurth)
Kalt duschen ist gut für Kreislauf und Durchblutung. Philipp von Ditfurth

Auch Kneippgüsse haben diesen Effekt und kosten weniger Überwindung: Stellen Sie den Duschkopf auf ganz kalt und beginnen Sie mit dem rechten Bein. Führen Sie den Wasserstrahl von den Zehen über den Fußrücken zur Ferse. Dann führen Sie den kalten Strahl an der Außenseite des Beins hoch bis zum Po und an der Innenseite wieder zurück. Wiederholen Sie diese Reihenfolge am linken Bein.

Danach sind Sie gut durchblutet und Ihr Kreislauf ist richtig in Schwung.

5. Wellness für daheim

Trockenbürsten machen gleich doppelt glücklich: Sie fördern die Durchblutung und ermöglichen es, mal einen Moment inne zu halten und sich selbst etwas Gutes zu tun. Bürsten Sie Ihren Körper mit kreisenden Bewegungen von den Zehen zum Herzen - ein absoluter Wohlfühlgarant, der für angenehme Körperwärme sorgt.

Auch mit einer Wärmflasche oder einem Wärmekissen können Sie es sich gemütlich machen und sich wieder auf Wohlfühltemperatur bringen.

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6. Raus an die frische Luft - bei jedem Wetter

Schnee liegt auf den Bäumen an den Hängen des Schwarzwaldes.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)
Durchatmen in der Natur picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Auch wenn es einen bei kaltem Winterwetter nicht unbedingt nach draußen zieht – geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie eine Runde an die frische Luft. Es wird Sie glücklich machen. Außerdem kurbelt die Bewegung die Durchblutung an und das Kältegefühl lässt schnell nach. Sollten Sie dennoch frieren, hilft auch hier wieder richtige Kleidung, um sich vor der Kälte zu schützen: Tragen Sie nach Bedarf einen kuscheligen Schal, eine Mütze und Handschuhe.

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Doc Fischer SWR Fernsehen

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Anne Burzinski