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SENDETERMIN Mo, 21.1.2019 | 18:45 Uhr | SWR Fernsehen RP

Videos, wo und wann man will Streaming - Vorteile und Verbraucherfallen

Die Angebote sind nicht mehr wegzudenken – Filme, Serien, Dokus und Nachrichten sehen, wo und wann man will. Die Deutschen widmen mittlerweile 30 Prozent ihrer Fernsehzeit "Video on Demand"-Angeboten oder Streaming-Diensten.

Netflix, Amazon Prime, Maxdome oder die ARD- und ZDF-Mediatheken machen zeit- und ortsunabhängiges Sehen möglich. Über die Apps oder Seiten der Anbieter kann man Videos schauen, ohne sie herunterladen zu müssen.

Die Filme liegen auf den Servern der Anbieter und werden über das Internet auf den Geräten zuhause abgespielt. Dazu braucht man internetfähige Geräte wie Smart TV, PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Für Streamingdienste benötigt man einen schnellen DSL-Anschluss, mindestens DSL 16.000, für HD Filme sollte es mindestens DSL 25.000 sein. Grundsätzlich gilt: Je schneller desto besser.

Wie finde ich den richtigen Streaming-Anbieter?

Nicht jeder Anbieter hat alles. Netflix ist zum Beispiel für Eigenproduktionen bekannt. Das ist allerdings teuer für Netflix und es könnte sein, dass dafür bald auch die Preise für die Nutzer steigen.

Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender stechen durch ein breites Angebot an Informationen und Regionalität heraus. Andere Anbieter locken beispielsweise mit mehr Hollywood Produktionen.

Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender stechen durch ein breites Angebot an Informationen und Regionalität heraus. Andere Anbieter locken beispielsweise mit mehr Hollywood Produktionen.

Es gilt: Ausprobieren und Angebote vergleichen.

  • Bei den allermeisten Anbietern gibt es einen Probemonat, in dem man das Angebot testen kann. Die Preise pro Monat bewegen sich grob zwischen acht und zehn Euro.
  • Bei manchen können sich auch mehrere Nutzer einen Account teilen und gleichzeitig verschiedene Filme schauen – dann wird es billiger.
  • Die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Mediatheken ist durch die Rundfunkgebühren bereits abgedeckt.
  • Für Nutzer, die mehrere Streaming-Dienste gleichzeitig abonnieren wollen, lohnt es sich nach Anbietern zu suchen, die mehrere Dienste bündeln.
  • Will man nur einen Film sehen und kein Abo abschließen, bieten zum Beispiel Google play oder iTunes die Möglichkeit, einzelne Filme zu kaufen (Preis: etwa zwischen vier und sechs Euro pro Film) oder zu leihen.

Die ARD-Mediathek wird zurzeit erneuert und bietet ab Sommer einen ähnlichen Service an. Den Nutzern soll es leichter gemacht werden, Videos zu finden, die sie interessieren. Außerdem werden alle Mediatheken zusammengefasst, so dass auch Inhalte der verschiedenen Landesrundfunkanstalten für alle leichter zu finden sind

Welche Fallen gibt es für Nutzer von Streamingdiensten?

Der Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz warnt immer wieder vor besonders hartnäckigen kriminellen Anbietern.

Seiten mit oft ähnlichen Namen wie flixlist.de oder oliflix.de locken mit beliebten Filmen. Jedoch bekommt der Nutzer nach seiner Registrierung keinen Film zu sehen. Dafür erhält er aber kurze Zeit später eine Rechnung über ein ziemlich teures Jahresabo. Zahlt er nicht, kommen Mahnungen, Inkasso-Schreiben bis hin zu konkreten Pfändungs-Drohungen.

Besonders perfide: Werden die Opfer misstrauisch und recherchieren im Internet nach den Namen der Anbieter, können sie auf YouTube auf einen vermeintlichen Anwalt stoßen, der dazu rät, solche Rechnungen zu zahlen. Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, solche Fälle zu melden und keinesfalls zu bezahlen.

YouTube sperrt diese Videos zwar regelmäßig, doch sie tauchen unter neuem Namen immer wieder auf.

Sobald man außerhalb des heimischen WLANs mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop Videos gucken möchte, kann es teuer werden oder aber das Datenvolumen kann schnell aufgebraucht sein.

Vorsicht beim Streamen über das Mobilfunknetz: Sobald man außerhalb des heimischen WLANs Videos gucken möchte, kann es teuer werden, oder das Datenvolumen kann schnell aufgebraucht sein.

Bei einigen Anbietern kann man manche Filme auch vorher auf das Gerät laden und in Bus oder Bahn offline schauen.

Seit dem letzten Jahr sollen die Dienste auch im Ausland wie gewohnt verfügbar sein. Das bedeutet, im Spanien-Urlaub kann man über seinen Account das deutsche Angebot sehen. Das war bisher nicht immer so möglich.

Fazit

Streamingdienste bieten Freiheiten – und große Auswahl. Aktuelle Kinofilme gibt es zwar nicht, doch es lohnt sich, die unterschiedlichen Angebote zu testen. Etwas Zeit sollte man in die Auswahl des Anbieters investieren und sich überlegen, welchen Service man haben möchte. So protokolliert Netflix zum Beispiel das individuelle Nutzerverhalten und macht dann personalisierte Vorschläge für Videos nach dem Geschmack des jeweiligen Nutzers.

aus der Sendung vom

Mo, 21.1.2019 | 18:45 Uhr

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