Handy mit Kette und Sicherheitsschloss (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa Themendienst -)

Schutz vor Datendieben So machen Sie Ihr Smartphone sicherer

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Fotos, Videos, Kontakte und vieles mehr: Wir speichern auf unserem Smartphone viele persönliche Daten, die uns sehr wichtig sind. Umso schwerer sollten wir es Dieben machen, an diese Daten heranzukommen. Diese 8 Einstellungen helfen!

Diese Einstellungen werden hier beschrieben

  1. Displaysperre
  2. Nachrichten auf dem Sperrbildschirm
  3. Updates
  4. App-Berechtigungen
  5. GPS, WLAN und Bluetooth
  6. Apps aus unsicheren Quellen
  7. Smartphone verschlüsseln
  8. Standortverlauf und Ortserfassung

1. Displaysperre einrichten

Blonde Frau liegt mit geschlossenen Augen am Strand, Hand greift nach ihrem Handy (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa Themendienst -)
Ruckzuck ist das Handy weg picture-alliance / dpa Themendienst -

Natürlich ist es bequem, einfach zu wischen und das Display ist entsperrt. Das bedeutet aber auch, dass das jeder machen kann, der Ihr Handy in die Hand bekommt. Daher sollten Sie eine Displaysperre einrichten. Am besten denken Sie sich dafür eine mindestens sechsstellige PIN oder ein Passwort aus. Oder aber Sie nutzen zum Entsperren Ihren Fingerabdruck, wenn Ihr Handy diese Möglichkeit bietet. Ein Entsperrmuster einzurichten, ist zu unsicher. Anhand der Spuren, die ihr Finger auf dem Display hinterlässt, können das Diebe das Muster leicht erraten.

2. Inhalt der Nachrichten auf dem Sperrbildschirm ausblenden

Auch wenn das Display gesperrt ist, zeigt es Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm an. Normalerweise können Sie diese lesen, ohne das Handy entsperren zu müssen – das können dann aber auch andere. Wenn das Handy z.B. unbeaufsichtigt auf dem Tisch liegt, kann jeder die privaten Nachrichten lesen. Stellen Sie es deswegen besser so ein, dass erst das Display entsperrt werden muss, um den Inhalt der Nachricht lesen zu können. Das können Sie sogar von App zu App unterschiedlich festlegen.

3. Updates möglichst schnell installieren

Updates bringen oft neue Funktionen oder auch verbesserte Sicherheit mit sich. Das gilt für das Handy-Betriebssystem Android, aber auch für einzelne Apps. Sie sollten daher immer möglichst schnell installiert werden. Beim Betriebssystem stellen Sie am besten automatische Aktualisierung ein. Bei Apps sollten Sie das nicht machen, denn die Entwickler ändern manchmal die Zugriffsberechtigungen. Das können Sie besser kontrollieren, wenn Sie die Apps manuell updaten.

4. Bei Apps auf die Berechtigungen achten

Zwei Hände halten ein Android-Smartphone (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa Themendienst -)
Jede App will ihre Berechtigungen picture-alliance / dpa Themendienst -

Jede App, die auf Ihrem Smartphone installiert ist, braucht Berechtigungen. Sie möchte meist das Internet nutzen, will den Standort wissen oder auf den Gerätespeicher zugreifen. Manchmal werden Berechtigungen angefordert, die die App gar nicht benötigt, um gut zu funktionieren. Wozu sollte z.B. eine Taschenlampen-App aufs Internet zugreifen müssen? Kontrollieren Sie also schon vor der Installation der App, welche Berechtigungen sie haben will. Bei Google Play ist diese Information leider ganz am Ende unter dem Punkt "Zusätzliche Informationen" versteckt. Zwar können Sie Apps Berechtigungen auch wieder entziehen – aber leider nicht alle, z.B. die Internet-Berechtigung.

5. GPS, WLAN und Bluetooth nur aktivieren, wenn benötigt

Netzwerkschnittstellen sollten nur aktiviert werden, wenn man sie wirklich braucht. Wozu WLAN angeschaltet lassen, wenn Sie nicht zuhause sind oder nicht in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk aufs Internet zugreifen müssen? Das verbraucht zum einen unnötig Strom. Zum anderen kann theoretisch ein Angriff auf die Schnittstelle erfolgen. Mit aktiviertem WLAN hinterlassen Sie außerdem Spuren. Denn Ihr Handy scannt ständig die Umgebung nach Netzwerken und sendet dabei Funksignale aus. Diese Signale können aufgefangen und ausgewertet werden. Dasselbe gilt auch für Bluetooth.

6. Keine unbekannten Apps aus unsicheren Quellen installieren

Ausschnitt eines Handy-Displays mit Blick auf Google Play Store (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa Themendienst -)
picture-alliance / dpa Themendienst -

Nutzer eines Android-Smartphones holen sich ihre Apps meist bei Google Play. In der Regel sind die dort verfügbaren Apps sicher, weil sie vor dem Einstellen überprüft werden. Zwar gibt es auch immer wieder mal schädliche Apps, das ist aber die Ausnahme. Mit der Option "Play Protect" bietet Google außerdem die Möglichkeit, dass selbst installierte Apps auf dem Smartphone analysiert werden. Noch größer ist das Risiko, sich eine Schad-App einzufangen, wenn in den Einstellungen die Funktion "Installation aus unbekannter Herkunft" aktiviert ist. Sie ist in der Grundeinstellung in der Regel ausgeschaltet.

7. Smartphone verschlüsseln

Bei Android-Handys ist es theoretisch möglich, Sperrmechanismen wie PIN oder Fingerabdrucksensor zu umgehen und direkt auf die gespeicherten Inhalte zuzugreifen. Das wird im Alltag sicher nicht so häufig passieren. Aber wenn Sie Ihr Handy verloren haben, hat der Finder oder Dieb alle Zeit der Welt, aus Ihrem Gerät alles auszulesen. Möchten Sie diese Möglichkeit unterbinden, sollten Sie die Inhalte Ihres Geräts verschlüsseln. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Displaysperre mit einem Passwort gesichert haben. Ein zusätzliches Passwort für die Verschlüsselung müssen Sie nicht eingeben.

8. Profi-Tipp: Google Standortverlauf und Ortserfassung deaktivieren

Das Smartphone-Betriebssystem Android hat Google entwickelt. Da Google von der Erfassung und Auswertung von Nutzerdaten lebt, möchte das Unternehmen auch möglichst viel über die Nutzer seines Betriebssystems wissen. Standardmäßig sind daher auf Android-Geräten oft einige Apps von Google-Diensten vorinstalliert (z.B. YouTube oder Google Maps). Sie übermitteln u.a. die Daten Ihres Standorts an Google. Auf diese Weise weiß Google immer, wo Sie sich aufhalten. Die Standort-Erfassung können Sie ausschalten.

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