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Marianne Rosenberg kehrt nach neun Jahren mit ihrem neuen Album "Im Namen der Liebe" in beeindruckender Weise zurück. Diesmal im Auftrag der Liebe und moderner denn je.

Marianne Rosenberg sitzt in einem schwarzen Gewand neben einer großen, silbernen Discokugel und schaut in die Kamera. (Foto: Pressestelle, Telamo / Sandra Ludewig)
Discoqueen Marianne Rosenberg (65) ist zu ihren musikalischen Wurzeln zurückgekehrt. Pressestelle Telamo / Sandra Ludewig

"Über die Liebe ist so viel gesagt worden, dass man sich aufs Glatteis begibt, wenn man versucht über sie zu reden."

Marianne Rosenberg

Discoqueen des Schlagers

Das Beeindruckende am neuen Album von Marianne Rosenberg: Sie kehrt zu ihren musikalischen Wurzeln zurück, ohne verstaubt zu sein. In den 70ern machte der damals hippe Discosound in "Marleen" und "Er gehört zu mir" sie berühmt. Heute transportiert sie dieses Lebensgefühl ins Hier und Jetzt. Zeitgemäße Sounds und Rhythmen verschmelzen mit dem Philadelphia Sound (Phillysound) der 70er. Schon die ersten Single "Wann Mr. 100%" und Titel wie "Liebe ist nicht alles" oder "Spiel das Lied nochmal" zeigen: Hier wurde die beste Marianne Rosenberg hervorgeholt und ins Heute gesetzt. Die Songtexte handeln von den zahlreichen Facetten der Liebe. Es geht um Romantik, Empathie aber auch um Themen wie zwischenmenschliches Miteinander. Alle Texte kommen von Marianne Rosenberg selbst.

Mit Liebe gegen Hass

Im CD-Booklet schreibt Marianne Rosenberg: "Ich denke, dass wir eine bestimmte Vorstellung haben, was Liebe sein sollte und dass möglicherweise genau hier das Problem liegt, das wir mit der Liebe haben." Man spürt, die Sängerin hat auf diesem Album besonderen Wert auf die Texte gelegt. In "Im Namen der Liebe" singt sie zum Beispiel von Hass und Mobbing: "Hass hat Hass nie besiegt, lass es Liebe sein." Damit möchte sie sich gegen Hass im Netz stark machen. Im Interview erzählt Marianne Rosenberg, dass sie von einer Welt träumt, in der die Liebe siegt. Auch wenn es sich um Liebe dreht, Standardtexte hat die Sängerin nicht geschrieben. "Kaum jemand ahnt, wie lange und intensiv ich an einem Album arbeite, welche Gefühle und Gedanken von mir über viele Jahre in diese Arbeit einfließen" - von Kitsch keine Spur. Genauso beeindruckt die musikalische Vielfalt.

Hansa-Studios

Die neuen Songs hat Marianne Rosenberg in den berühmten Berliner Hansa Studios eingesungen. Dort hat sie 1970 ihr allererstes Album "Fremder Mann" aufgenommen. Seitdem hat die Schlagerikone musikalisch über so manchen Zaun geschaut und Neues ausprobiert. Sie hat Jazz und Elektropop gemacht und im Theater gespielt. "Das war wichtig für mich und brauchte Zeit. Aber jetzt bin ich musikalisch wieder zu Hause", sagt uns die 65-Jährige im Interview. Nun singt sie mit ihrer unverkennbaren Stimme über moderne Rhythmen, Clubsounds und Bläsermelodien, wie in "Hallo mein Freund". Ihr erwachsener Sohn Max hat ihr bei der Umsetzung geholfen.

Schlagersängerin Marianne Rosenberg (Foto: Sandra Ludewig)
Marianne Rosenberg bekämpft Hass mit Liebe. Sandra Ludewig

Marianne Rosenberg und Sohn Max

"Immer wenn ich eine Idee hatte, bin ich zu ihm ins Studio gefahren und wollte wissen, was er davon hält", sagt uns Marianne Rosenberg im Interview über ihren Sohn Max. Die beiden entdeckten den Spaß an ihrer gemeinsamen Arbeit. Und er ermutigte seine Mutter sich ihren Wurzeln wieder zuzuwenden. Sie fühlt sich damit hörbar wohl. Nur so sind mitreißende Balladen wie "Die Antwort weiß nur der Wind" möglich. Und auch wenn Marianne Rosenberg nicht alles über Liebe weiß - wer kann das schon von sich behaupten - sagt sie selbstsicher: "Wenn es in der Liebe bei uns nicht stimmt, dann stimmt doch gar nichts."

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