Natürliche Abwehrmaßnahmen So bleiben Schnecken dem Garten fern

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Schnecken machen uns Hobbygärtnern das Leben schwer, fressen frisch gepflanzte Kräuter und zarte Salatpflänzchen. Um sie loszuwerden, müssen Sie nicht zur chemischen Keule greifen.

Schnecke mit Häuschen sitzt auf einem regennassen Blatt (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
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"Leider gibt es keine Pflanze, die so schrecklich riecht, dass sie die Schnecke davon abhalten würde, in das Beet zu kriechen", sagt Gartenexpertin Heike Boomgaarden. Doch es gibt Pflanzen, die nicht von den Tieren angefressen werden - und auf die sollten Sie sich konzentrieren, wenn Sie eine Schneckenplage haben. Dazu zählen z.B. Geranien, fleißiges Lieschen, Steinkraut oder die Mittagsblume. Generell werden alle dickblättrigen Gewächse von Schnecken gemieden.

Lavendel und Mulch wehren Schnecken ab

Die Pflanzen können Sie zusätzlich absichern, indem Sie eine kleine Lavendelhecke drumherum setzen - denn dieses Gewächs mögen Schnecken überhaupt nicht. Dazu sollten Sie Mulch auslegen, um den Tieren ihren Weg zu erschweren. Hier kriechen sie nicht gerne drüber. Die Gartenexpertin empfiehlt Rindenmulch oder feinen Mulch aus Steinchen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bleibt es Gartenbesitzern nicht erspart, hin und wieder das Terrain abzusuchen und Schnecken einzusammeln.

Bierfallen locken auch die Nachbartiere an

Als Abwehrmaßnahme nicht geeignet sind dagegen Bierfallen. "Schnecken haben einen sehr guten Geruchssinn", sagt Matthias Alter von der Klostergärtnerei der Abtei Maria Laach. "So holt man sich in einem Umkreis von 100 Metern alle Schnecken in die Bierfalle rein." Besser: Mit Holzbrettern oder Rhabarberblättern schattige Plätzchen im Garten schaffen. "Wenn es warm und trocken ist, verkriechen sich die Schnecken tagsüber gerne mal im Schatten. Hier kann man sie dann gut absammeln." Ganz wichtig: Abends nicht mehr wässern, denn das zieht die feuchtigkeitsliebenden Schnecken an.

Natürliche Feinde helfen gegen Schnecken

Eine gute natürliche Hilfe gegen die Schneckenplage sind Tiere, bei denen die Schnecken auf dem Speiseplan stehen. Dazu zählen z.B. Igel, Eidechsen, Blindschleichen und Laufkäfer. Und wenn Sie Tigerschnecken im Garten haben, dann sollten Sie die unangetastet lassen. Zum einen machen sich sich gerne über die Nacktschnecken her - und zum anderen fressen sich auch mal gegenseitig. Nacktschnecken stehen übrigens auch bei der Weinbergschnecke auf dem Speiseplan!

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