Künstler aus der DDR Erfolgreich nach der Wende

Künstler aus der DDR Erfolgreich nach der Wende

Walter Plathe (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Bundesweit bekannt wurde er als "Der Landarzt": Walter Plathe verkörperte die Rolle von 1992 bis 2009. Plathe wuchs in Ostberlin auf, besuchte die Schauspielschule und war in der DDR in verschiedenen Spielfilmen und TV-Serien wie die "Märkische Chronik" zu sehen. picture-alliance / dpa -
Ähnlich erfolgreich war auch Wolfgang Stumph. Während seines Studiums der Ingenieurpädagogik entdeckte er seine Liebe für die Künste. Er gründete sein eigenes Kabarett und trat regelmäßig in der von Gunter Emmerlich moderierten Fernsehshow "Showkolade" auf. Berühmt wurde er mit der Kinokomödie "Go Trabi go" (1991) und der Serie "Salto postale" (1993-1995). picture-alliance / dpa -
In der DDR war die Thüringerin Corinna Harfouch eine renommierte Theaterschauspielerin. Aber auch damals stand sie schon für Film und Fersehen vor der Kamera. Seit der Wende arbeitet sie als freie Schauspielerin, tritt weiter regelmäßig auf Theaterbühnen auf. 1997 wurde sie in der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Theater heute" zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Den Durchbruch in Gesamtdeutschland hatte sie mit der Vorabendserie "Unser Lehrer Doktor Specht". Seitdem ist sie aus dem Film- und Fernsehgeschäft nicht mehr wegzudenken. picture-alliance / dpa -
Jan Josef Liefers (li., mit "Tatort"-Kollege Axel Prahl) gehört zu den gesamtdeutschen Fernsehlieblingen. Der Dresdner ist "vorbelastet": Er entstammt einer Regisseurs- und Schauspielfamilie. In der DDR war er als Theaterschauspieler bekannt. Dem Theater blieb er auch nach der Wende erst einmal treu. 1994 kündigte er sein Engagement und ist seitdem freischaffend für Film und Fernsehen tätig. Seit 2002 geht er zweimal im Jahr als Professor Boerne für den Münsteraner "Tatort" auf Verbrecherjagd. picture-alliance / dpa -
Als Zwölfjähriger siedelte Manfred Krug mit seinem Vater von Duisburg in die gerade gegründete DDR um, wo er später als Schauspieler und Jazz-Sänger erfolgreich war. Seine Karriere endete, als er die Protesterklärung gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnete. 1977 reiste Krug nach West-Berlin aus, wo er sich rasch wieder als Schauspieler etablieren konnte, vor allem mit "Auf Achse", "Liebling Kreuzberg" und dem "Tatort". picture-alliance / dpa -
Auch Armin Mueller-Stahls Film- und Theaterkarriere in der DDR endete im Zuge der Ausbürgerung Wolf Biermanns. 1980 erhielt er die Ausreisegenehmigung für die BRD, wo er sich wieder als Schauspieler etablieren konnte. 1997 gelang ihm sogar der Durchbruch in Hollywood. Heute widmet sich der mehrfach preisgekrönte Schauspieler vor allem der Malerei und der Musik. picture-alliance / dpa -
International bekannt wurde der Charakterdarsteller Rolf Hoppe mit dem Spielfilm "Mephisto", der 1982 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. Er spielte in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und mimte immer wieder den Bösewicht in Indianer- und Nazifilmen. Auch nach der Wende ging seine Karriere weiter. Er spiele in "Schtonk", "Comedian Harmonists" und "Alles auf Zucker!". picture-alliance / dpa -
"Sonnenallee", "Lichter", "Alles auf Zucker" - Henry Hübchen zählt zu den bekanntesten Schauspielern Deutschlands. Und auch in der DDR war er überaus erfolgreich. picture-alliance / dpa -
In der DDR zählte Katrin Sass zu den Größen der Theater- und Filmlandschaft. 1982 wurde sie auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Nach der Wende war sie erst nur noch in einzelnen Rollen zu sehen, darunter auch als Hauptkommissarin Tanja Vogt im "Polizeiruf". Mit "Good Bye Lenin!" feierte sie 2003 einen internationalen Erfolg - und ihr Comeback. picture-alliance / dpa -
Frank Schöbel war einer der erfolgreichsten Schlagersänger der DDR. Sein "Wie ein Stern" (1971) wurde sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland ein Hit. Als erster DDR-Schlagersänger hatte er Autritte im Westen. Schöbel geht heute noch jährlich auf Weihnachtstournee. picture-alliance / dpa -
Mit ihrem Hit "Jugendliebe" wurde Ute Freundenberg in der DDR zum Star. 1984 kehrt sie von einem Auftritt in Hamburg nicht mehr in die DDR zurück, nachdem sie bei dem Regime in Ungnade gefallen war. In der BRD tat sie sich erst schwer, arbeitete als Studiosängerin und auf Kreuzfahrtschiffen. Auf Wunsch der Plattenfirma musste sie sich den Künstlernamen "Heather Jones" zulegen. 1996 zog die inzwischen wieder erfolgreiche Sängerin zurück in ihre geliebte Heimat Weimar. picture-alliance / dpa -
Die Puhdys sind die erfolgreichste Band der DDR. Seit inzwischen 45 Jahren sind die Altrocker im Geschäft. Bereits ab 1976 durften die Puhdys regelmäßig im Westen auftreten und erspielten sich auch dort ihr Publikum. Vor allem mit Hits wie "Geh zu ihr" und "Alt wie ein Baum". picture-alliance / dpa -
Ein weiterer Hochkaräter der DDR-Musikszene ist die 1974 gegründete Band Karat. Ebenso wie die Puhdys durften auch sie Konzerte im westlichen Ausland geben. Ihr bekanntester Hit "Über sieben Brücken" wurde von Peter Maffay gecovert. picture-alliance / dpa -
Schon in der DDR war Carmen Nebel eine beliebte Fernsehmoderatorin. Ihre Karriere setzte sich nach der Wiedervereinigung nahtlos fort. picture-alliance / dpa -
Im Gegensatz zu seinem Westkollegen überlebte das Ostsandmännchen die Wende. Seit 1959 streut es den Kindern allabendlich den Schlafsand in die Augen und sorgt - hoffentlich - für Ruhe in den Kinderzimmern. picture-alliance / dpa -
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