Drei Frauen genießen eine schöne Aussicht bei Frühlingswetter. (Foto: SWR)

Wanderwege und Ausflüge in Baden-Württemberg, die sich lohnen

STAND
Holzschnitt mit der Inschrift "Rundweg" (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Rundwege in Baden-Württemberg Picture Alliance

In Baden-Württemberg geht’s rund! Auf Rundwanderwegen mit unterschiedlich langen und schwierigen Strecken, entdecken Sie auf Rundwegen, die mancherorts als "Themenwege" angelegt sind das schöne Land Baden-Württemberg. Man kann gemütlich um einen See flanieren oder oben um einen Berg laufen und den Rundumblick genießen.

Lassen Sie sich inspirieren, dann wird Ihr nächster Ausflug garantiert eine runde Sache!

Die Karte zeigt die geplanten Stationen, die wir hier nach und nach präsentieren werden.

Der Felsenstieg in Blaubeuren

Rundweg Blaubeuren - Start am Blautopf (Foto: SWR, Foto Frank Polifke)
Offiziell beginnt der Blaubeurer Felsenstiegs am Bahnhof der Gemeinde. Man kann aber auch direkt am Blautopf starten. Foto Frank Polifke

Der "Blaubeurer Felsenstieg" verläuft in weitem Bogen um die malerische Stadt in der Nähe von Ulm und verbindet markante Felsen, Burgruinen und Höhlen. Zehneinhalb Kilometer – aber teilweise auf kleinen Pfaden, deshalb nicht für jeden geeignet. Der Start ist natürlich an Blaubeurens berühmtesten Ort, einem der bekanntesten Quelltöpfe Baden-Württembergs: dem Blautopf.

Der Philosophenweg in Heidelberg

Der kurze Rundweg bietet eine tollen Blick auf Heidelberg.

Ein wenig versteckt präsentiert sich der Start des Philosophenwegs am Ende der Theodor-Heuss-Brücke, auf der anderen Seite der Heidelberger Innenstadt. Nachdem man ein Gebiet mit schönen alten Häusern passiert hat, kommt schon die erste Belohnung. Nämlich die fantastischen Gärten rechts und links mit vielen Sitzgelegenheiten und dem traumhaften Blick auf Heidelberger Schloss, die Altstadt und den Neckar.

Der Weg führt erst einmal hoch und wieder runter, mit zirka 100 Höhenmetern Unterschied. Man kann auch den Rundgang nehmen und in Richtung Neckarufer nach unten abbiegen. Seit Jahrhunderten zieht der Philosophenweg berühmte Persönlichkeiten in seinen Bann. In den kleinen Philosophengärten auf dem Weg stehen überall Denkmäler von Dichtern und Philosophen, zum Beispiel von Joseph von Eichendorff oder Friedrich Höderlin, der Heidelberg als die schönste Stadt im Vaterland zitiert.

Eindrücke vom Philosophenweg in Heidelberg (Foto: SWR, Foto: Michaela Dymski)
Toller Blick über die Landschaft - Eindrücke vom Philosophenweg in Heidelberg Foto: Michaela Dymski

Das Fazit des Rundgangs: Natur und Kultur pur auf dem Philosophenweg in Heidelberg. Die Dauer beträgt circa eine Stunde, fängt etwas steil und kurvig an, geht dann aber einfach immer geradeaus.

Tipp von einem Ur-Heidelberger: Wenn an Septemberabenden wieder das Schloss beleuchtet wird, dann lohnt sich der Philosophenweg schon allein wegen der Illumination.

Der 7-Moore-Weg im Hotzenwald

Wenn es drunten im Tal oder in den Städten richtig heiß ist, bietet der 7-Moore-Weg im Hotzenwald bei Wehrhalden kühle Wälder, die uns den Sommer genießen lassen.

Impressionen vom 7-Moore-Weg bei Wehrhalden im Hotzenwald (Foto: SWR, Foto: Petra Jehle)
Impressionen vom 7-Moore-Weg bei Wehrhalden im Hotzenwald Foto: Petra Jehle

Der 7-Moore-Weg liegt auf 1.000 Metern über dem Meeresspiegel und ist etwa acht Kilometer lang, große Höhenunterschiede sind nicht zu bewältigen.

Eine spannende Tour mit vielen Highlights, wie der "Schwarzen Säge", der "Gletschermühle" und dem kleinen Wasserfall, in dem man auch baden kann - vorausgesetzt man ist kälteunempfindlich. Die Erkenntnis der Tour: Eine Wanderkarte, etwas Proviant und ausreichend Wasser sollte man bei jeder Wanderung mit sich führen.

Der Schafwanderweg in Kernen

In Stetten im Remstal empfehlen wir den Schafwanderweg. Das ist ein fünf Kilometer langer Weg, auf dem man immer wieder Schafrassen begegnet, die vom Aussterben bedroht sind. Eine vielfältige Landschaft und urige Schafe säumen den Weg, der in knapp zwei Stunden geschafft ist.

Der Schafwanderweg im Ortsteil Kernen ist insgesamt fünf Kilometer lang, vorbei an Obstbäumen, Weinreben, Sonnenblumenfeldern, Wald und Wiese. Und wie man das bei einem Schafwanderweg so erwartet, gibts am Wegesrand immer wieder Schafe zu sehen - insgesamt vier Schafgruppen.

Los gehts am Parkplatz am Glockenturm in der Weinstraße in Kernen. Man läuft auf Schotter, das geht auch mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl gut. Mit Turnschuhen geht es, festes Schuhwerk ist aber zu empfehlen.

Pommersches Landschaf schaut in die Kamera (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg)
picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

Direkt nach der Genossenschaftskelter kommen auf der rechten Seite die rauwolligen Pommerschen Landschafe. Dann gehts weiter - am Bach entlang, einen Schotterweg hoch, dann kommen schon die Waldschafe. Die sehen wieder anders aus. Vorhin waren es eher braune Schafe, jetzt helle, mit weißem Fell. Und das besondere hier: das sind alles Schafrassen, die vom Aussterben bedroht sind.

Wenn man den Wanderweg komplett macht, dann ist man zirka zwei Stunden unterwegs, es gibt aber auch immer wieder Bänkchen, wo man sich kurz ausruhen kann.

Tipp: Der Weg ist auch mit dem Rollstuhl befahrbar, allerdings in einer abgekürzten Variante. Bei Kinderwägen sollten es die großen Reifen sein, sonst wird es zu mühsam.

Aalener Panoramaweg

Ein unglaublicher Ausblick auf die vielfältige Landschaft der Umgebung, gemütliche Orte zum Rastmachen, ein Besucherbergwerk und eine Wohlfühl-Therme, das ist der Aalener Panoramaweg. Die Wandertour hat einiges zu bieten, ist aber auch relativ lang. Besser in kleinen Etappen laufen und dafür öfter kommen.

Die Highlights des Aalener Panoramawegs

Besucherbergwerk Tiefer Stollen (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance / dpa/dpaweb | Stefan_Puchner)
picture-alliance / dpa/dpaweb | Stefan_Puchner

Unendliche Weite, fantastische Landschaft. Die Südseite des Aalener Panoramawegs bietet die vielfältigste Aussicht auf die Ellwanger Berge, die Hügel des Wellands, die Ausläufer der Ostalb, den Braunenberg mit dem Fernsehturm. Wer das alles noch besser sehen will, der steigt auf das Aalbäumle, einem 26 Meter hohen Aussichtsturm. Wer entspannen will, macht Station in den Limesthermen. Etwas entfernt liegt das Besucherbergwerk "Tiefer Stollen", in das man mit der Grubenbahn einfährt.

Idylle mit Ausblick am Aalener Panoramaweg (8.8.) (Foto: SWR, Frank Polifke)
Idylle mit Ausblick am Aalener Panoramaweg (8.8.) Frank Polifke

"Schwarzwald-Gefühle" auf der Ostalb

Man kann den Panoramaweg Aalen an einem Stück erwandern. 28 Kilometer sind für geübte Wanderer machbar. Man hat aber viel mehr von ihm, wenn man ihn sich in Etappen erschließt und die vielfältigen Aussichten in aller Ruhe genießt. Und beim Blick vom Naturfreundehaus unterhalb des Braunenbergs auf den Albtrauf kommt sogar so etwas wie "Schwarzwaldfeeling" auf.

Schlossgarten Schwetzingen

Schlossgarten in Schwetzingen (Foto: SWR)

Lange, wunderschöne Alleen mit kunterbunten Sommerblumen rechts und links. Figurbrunnen, Skulpturen, Ruinen, Tempel und geplante Wildnis. Alles in einem Garten vereint.

Highlights des Schwetzinger Schlossgartens

Die Highlights sind zum einen das kurfürstliche Badhaus von Karl-Theodo und zum anderen die Moschee mit dem türkischen Garten. Es ist die letzte Steingarten-Moschee Europas.

Schloss Schwetingen Moschee (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Picture Alliance

Aber auch sonst gibt es unglaublich viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Apollo- oder Merkur- oder Minerva-Tempel. Ebenfalls sehenswert sind die wunderschönen Gartenanlagen, wie der Seepferdchen-Garten oder der große Weiher.

Impressionen von Schloss und Schlossgarten

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen (Foto: SWR, Foto: Michaela Dimski)
Foto: Michaela Dimski Bild in Detailansicht öffnen
Schwetzinger Schlossgarten Bild in Detailansicht öffnen
Schloss und Schlossgarten Schwetzingen Foto: Michaela Dymski Bild in Detailansicht öffnen
Foto: Michaela Dimski Bild in Detailansicht öffnen
Frühlingserwachen: Ein Besucher fotografiert am Mittwoch (27.3.) im Schlossgarten in Schwetzingen blühende Zierkirschen. In Japan feiern die Menschen sogar ein Fest anlässlich ihrer kurzen Blütezeit. picture alliance/Uwe Anspach/dpa Bild in Detailansicht öffnen

Wohlfühlen ist vorprogrammiert

Im Schlossgarten ist es wunderschön zu laufen und es gibt vieles zu bewundern. Dazu diese herrliche Ruhe. Keine Hektik, kein Stress, ein Ort der Entspannung. Wer mal abschalten will vom Alltag, der sollte auf jeden Fall in den Schwetzinger Schlossgarten gehen. Hier ist die Zeit gefühlt irgendwie stehen geblieben. Und Zeit, die sollte man auch unbedingt mitbringen, denn den Schwetzinger Schlossgarten muss man einfach genießen.

Selbst die vielen Mitarbeiter, die überall gießen, pflanzen und sauber machen, die strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Fazit: hingehen, staunen, bewundern, entspannen und genießen. Und ganz wichtig: Ruhe und Zeit mitbringen.

Rundweg zum Blauen Steinbruch bei Ehingen

Der Rundweg zum "Blauen Steinbruch" bei Ehingen geht vorbei an Felsüberhängen, am Stadtrand, durch offenes Gelände und den Wald.

Der Blaue Steinbruch bei Ehingen (Foto: SWR, Foto: Maja Nötzel)
Der Blaue Steinbruch bei Ehingen Foto: Maja Nötzel

Der Rundweg "Über den Stoffelberg zum Felsställe und zum Blauen Steinbruch" überzeugt mit seinem abwechslungsreichen Gelände. Vorbei am Stadtrand, an einem Dörfchen, aber auch an Felsüberhängen bis zum Blauen Steinbruch.

Der Blaue Steinbruch bei Ehingen (Foto: SWR, Foto: Maja Nötzel)
Der Blaue Steinbruch bei Ehingen Foto: Maja Nötzel

Maximal sind zirka 150 Höhenmeter zu bewältigen, die Strecke belohnt mit Ausblicken auf die Alb und nach Oberschwaben. Die Tour hat keine eigene Auszeichnung, so dass das Mitführen der Tourbeschreibung empfehlenswert ist.

Der Blaue Steinbruch bei Ehingen (Foto: SWR, Foto: Maja Nötzel)
Der Blaue Steinbruch bei Ehingen Foto: Maja Nötzel

Die Tour in Stichworten

Start der Tour ist in Altsteußlingen. Die Streckenlänge beträgt zwölf Kilometer und sollte in zirka dreieinhalb Stunden gewandert sein. Es gibt auch eine Abkürzung, dann beträgt die Länge zehn Kilometer und Sie sollten dafür zirka zwei Stunden einplanen.

Altsteußlingen ist mit diesen Bus-Linien erreichbar: 
Linie 331 Ehingen - Münsingen (tägl.), Linie 319 Ehingen - Granheim (tägl.), Lautertal Freizeitbus Linie 342 Ehingen - Münsingen - Zwiefalten (Mai - Okt. an Sonn- und Feiertagen)

Fünfmühlenweg Siegelsbach - Naturidylle pur

Wer die Ruhe und Beschaulichkeit liebt, der kommt auf dem Fünfmühlen-Rundweg bei Siegelsbach brstimmt auf seine Kosten.

Der Fünfmühlen-Rundweg in Siegelsbach (Foto: SWR, Catharin Reinmuth)
Der Fünfmühlen-Rundweg in Siegelsbach Catharin Reinmuth

Das Fünfmühlental bei Bad Rappenau hat einiges zu bieten. Schöne gelegene Wanderwege entlang der Felder und Wälder laden dort zu Aktivitäten in einer wunderbaren Umgebung ein. Idyllisch eingebettet in die malerische Hügellandschaft des Kraichgaus liegt die Gemeinde Siegelsbach auf einem Hochplateau nahe dem Neckar.

Eine der fünf Mühlen auf dem Rundweg in Siegelsbach (Foto: SWR, Catharin Reinmuth)
Eine der fünf Mühlen auf dem Rundweg in Siegelsbach Catharin Reinmuth

Ein herrliches Naherholungs- und Wandergebiet, das mit seinen leicht begehbaren Wege auch diejenigen einlädt, die nicht so gut zu Fuß sind. Neben der idyllischen Landschaft bieten die fünf erhaltenen Mühlen viel Anschauungsmaterial und auch eine Einkehrmöglichkeit.

Der Fünfmühlen-Rundweg in Siegelsbach (Foto: SWR, Catharin Reinmuth)
Der Fünfmühlen-Rundweg in Siegelsbach Catharin Reinmuth Bild in Detailansicht öffnen
Der Fünfmühlen-Rundweg in Siegelsbach Catharin Reinmuth Bild in Detailansicht öffnen

Die Tour in Stichworten

Start der Tour ist Siegelsbach, der rund sieben Kilometer lange Weg ist durchgehend mit KR7 markiert. Die Höhenunterschiede sind bescheiden: 73 Meter sind zu bewältigen. Fans der "alten Römer" finden am Eingang des Tals die konservierte Ruine eines römischen Gutshofes.

Yoga im Schwarzwaldtal

Der Yoga-Pfad in Sulzbach-Lauterbach ist gut für das Wohlbefinden und das inmitten schönster Natur.

Der Yoga-Natur-Pfad in Lauterbach (Foto: SWR, Margitta Freund)
Der Yoga-Natur-Pfad in Lauterbach Margitta Freund

Der Yoga-Natur-Pfad in Sulzbach-Lauterbach bei Schramberg liegt auf etwa 850 Metern Höhe im Schwarzwald. Es weht meistens ein frisches Lüftchen. Der Yoga-Pfad ist 1,3 Kilometer lang und hat nur wenig Steigung. Zu jeder der acht Stationen gehört ein großes Plakat mit Anleitungen zu den Übungen und mit Informationen über die positiven Wirkungen der Übungen auf Körper und Geist.

Der Pfad umrundet ein kleines Mischwäldchen auf einer Anhöhe. Drum herum liegen Schwarzwaldhöfe und Kuhweiden. Jede Yoga-Station hat ihren eigenen Reiz und bietet unterschiedliche Aussichten in alle vier Himmelsrichtungen.

Der Yoga-Natur-Pfad in Lauterbach (Foto: SWR, Margitta Freund)
Der Yoga-Natur-Pfad in Lauterbach Margitta Freund

Die Tour in Stichworten

"Mutiger Held" oder "Baumhaltung" - der Weg in Lauterbach stellt auf acht Stationen Übungen für den Körper und den Geist vor. Den passenden Rahmen bietet das Sulzbachtal, eines der schönsten Hochtäler im Schwarzwald. Mit 1,3 Kilometern gehört er zu den kurzen Rundwegen, für den man sich aber etwas Zeit nehmen sollte.

Rund um die Burg Rötteln in Lörrach

Start ist die Bushaltestelle "Teichstraße" der Linie 8 am Fuße der "Tüllinger Brücke". Nachdem man die Brücke überquert hat, geht es rechts der Wiese entlang auf dem Radweg in Richtung Norden bis zum Lörracher Ortsteil Tumringen. Danach geht es links ab in das Wohngebiet, zur Mühlestraße. Hier läuft man weiter, rechter Hand die OBB – Oberbadische Bettfedernfabrik, bis es wenige Meter nach dem Ortsschild "Haagen" einen Pfad links hoch geht, ausgeschildert mit "Fußweg zur Burg".

Röttlerwald Lörrach (Foto: SWR, Laura Könsler)
Röttlerwald Lörrach Laura Könsler

Hoch zur Burg

Man durchquert einen kleinen Weiler am Fuße der Burg, muss noch über eine Autobahnbrücke, bis es dann rechterhand im Wald einen schmalen Weg hoch zur Burg geht. Hier wird es anstrengend - zum Glück liegt der Wanderweg hier im Schatten. Oben angekommen ist man bereits vor dem Tor zur Unterburg. Hier bieten das Café Fräulein Burg und der gegenüberliegende Biergarten – Vorsicht! Montag Ruhetag – eine schöne Gelegenheit einzukehren. Fortgesetzt wird die Wanderung, indem man die Burg durchquert, vorbei an einem schönen, empfehlenswerten Grillplatz bis zur Anhöhe.

Burg Rötteln in Lörrach (Foto: SWR)
Burg Rötteln in Lörrach

Hier kreuzt die "Hohe Straße", ein breiter Wanderweg in lichtem Buchenwald, auf dem man links abbiegt und auf der Anhöhe wieder zurückläuft. Von der Kreuzung sind es etwa anderthalb Kilometer bis zur Bundesstraße, auf der man die Autobahn quert, um dann weiter in Richtung Süden den leichten Anstieg zum "Tüllinger" zu nehmen. Dann geht es erst durch offene Landschaft wieder durch den Wald bis zum Lindenplatz in Obertüllingen. Den Platz erreicht man nach insgesamt 10 Kilometern und ist damit am höchsten Punkt der Wanderung angekommen.

Burg Rötteln bei Sonnuntergang (Foto: SWR, Kevin  Stachorowski)
Malerische Burgruine - Lörrachs Burg Rötteln im winterlichen Sonnenuntergang - eingefangen von Kevin Stachorowski Kevin Stachorowski

Hier empfiehlt es sich den Sonnenuntergang zu erleben. Viele Menschen kommen abends hier hoch und genießen im Sommer ein Picknick bei romantischem Ambiente. Anschließend führt links vom Wasserreservoir ein asphaltierter Weg hinunter nach Tüllingen, man quert die Straße und kann rechts wiederum einen Wirtschaftsweg nehmen, der einen abseits der Straße wieder ins Tal führt, zum Ausgangspunkt der Wanderung. Nach 12 Kilometern ist der Rundweg geschafft – die reine Gehzeit beträgt ungefähr 3,5 Stunden.

Ausflug in die Vergangenheit: Die Wolfsschlucht

Wer von der Burgruine Hohenwittlingen hinabsteigt in die Wolfsschlucht, der kommt an der Schillerhöhle vorbei. Der Schriftsteller David Friedrich Weinland hat sie in seinem Roman Rulaman als "Tulkahöhle" verewigt. Dort wohnte Rulamans steinzeitliche Familie. In der Wolfsschlucht hat sie gejagt und Pflanzen gesammelt.

Der Hohenwittlingensteig, ein prämierter Wanderweg, führt auf seiner letzten Etappe in die Wolfsschlucht. Zuvor geht es am Geschlitzten Fels vorbei, einer doppelten Felsnadel, die auch bei Kletterern sehr beliebt ist. Weitere Felsen säumen den schmalen Pfad in einem steilen Hang: ein überwältigender Anblick.

Keine ebenen und breiten Wege

Feste Wanderschuhe sollte man auf dem Hohenwittlingensteig unbedingt tragen, der Weg ist abwechslungsreich und führt an vielen Naturschönheiten vorbei, aber er ist auch steil und bei feuchtem Wetter rutschig.

Lohn des Aufstiegs

Oben am Albtrauf ändert sich die Vegetation: Hier wachsen nicht mehr Bergahorn, Esche und Rotbuche, sondern Eichen, Elsbeeren und Sträucher. Der Blick reicht weit über das Tal der Erms und auf die bewaldeten Hänge gegenüber.

Fast uneinnehmbare Burg

Auch von der Ruine Hohenwittlingen hat man eine weite Aussicht. Die Grafen, später Herzöge von Württemberg, konnten von dort den wichtigen Handelsweg im Tal gut überwachen. Auf drei Seiten von steilen Abhängen geschützt, auf einer von hohen Mauern, war die Burg so gut wie uneinnehmbar.

Viele seltene Pflanzen

Im Wolfstal wachsen seltene Pflanzen wie die Mondviole und die Hirschzunge. Entstanden ist es als Abfluss eines Vulkankraters. Normalerweise rauscht ein kleiner Wasserfall an den mossbewachsenen Felsen entlang. In diesem Jahr ist es zu trocken, das zerklüftete Bachbett führt kein Wasser. Dennoch wirkt das Tal kühl und feucht.

Abwechslung und Höhepunkte

Auf engen und steilen Wegen wandert man über natürliche und in den Felsen gehauene Stufen. Über eine Metalltreppe bewältigt man die schwerste Steigung, dann führt der Pfad zurück auf breitere Wege. Viel Abwechslung und Höhepunkte soll ein offiziell ausgezeichneter Wanderweg bieten, Bequemlichkeit findet man anderswo.

Wandern von der Vitus-Kapelle in Gruol zum Kloster Kirchberg

Im Stunzachtal gelegen

Gruol ist ein Dorf im Hohenzollerischen, es liegt bei Haigerloch in einem kleinen Tal, dem Stunzachtal. Weil die Stunzach hinüber nach Heiligenzimmern fließt, sagen viele auch Zimmerner Tal. Von Gruol aus kann man zum Kloster Kirchberg wandern. Und von dort über das frühere Kloster Bernstein zurück nach Gruol. Wer's schattig mag, geht im Wald, im Tal dagegen läuft man in der vollen Sonne.

Die Himmelsleiter hinauf

Ein möglicher Abstecher zwischen Gruol und dem Kloster Kirchberg führt die Himmelsleiter hinauf, über 200 Holzstufen, die in den 70er Jahren als Teil eines Trimm-dich-Pfads angelegt wurden. Lohn für die Anstrengung ist ein breiter Panoramablick auf das blaue Band der Alb mit der Burg Hohenzollern. Keine 200 Meter weiter sieht man die uralten Grabsteine eines jüdischen Waldfriedhofs, auf dem im Jahr 1884 zuletzt jemand beigesetzt wurde.

Ziel der kleinen Wanderung, die in Haigerloch-Gruol im Zollernalbkreis beginnt: Das Kloster Kirchberg. (Foto: SWR, Jörg Heinkel)
Ziel der kleinen Wanderung, die in Haigerloch-Gruol (Zollernalbkreis) beginnt: Das Kloster Kirchberg. Es liegt auf der Gemarkung von Renfrizhausen, einem Ortsteil von Sulz am Neckar. Das Berneuchener Haus ist ein Tagungs- und Einkehrhaus, das zum Diakonischen Werk Württemberg gehört. Das Gelände ist offen, und ohne Lockdown kann man in der Klosterschenke auch einkehren. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Unterhalb des Klosterhügels, am Waldweg Richtung Gruol gelegen, kommt man an mehreren Teichen vorbei. Einige liegen auf der Gemarkung des Klosters. Die Teiche jenseits der Kreisgrenze Rottweil-Zollernalb gehören entweder dem Fischereiverein von Gruol oder sind in Privatbesitz. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Diese Ansicht von Kloster Kirchberg bekommt man, wenn man von Gruol aus durch den Wald und an den Teichen vorbei geht. Es geht leicht bergauf, dann verlässt man den dichten Forst und sieht die Anlage auf der Anhöhe. Als früheres Kloster eines Bettelordens besitzt die Kirche keinen stattlichen Glockenturm, sondern nur einen überschaubaren Dachreiter für ursprünglich zwei Glocken. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Das Westportal der Klosterkirche aus dem Jahr 1749. Die ganze Klosteranlage ist ringsum von Mauern umgeben. Das Gebäude links im Bild war lange die württembergische Ackerbauschule. Sie stellte ihren Betrieb 1941 ein. Seit den fünfziger Jahren nutzten die Berneuchener Gemeinschaften einige Gebäude, seit 1970 das gesamte Kloster. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Wer alte Gemäuer mag, ruhig und einsam gelegen, der ist im Kloster Kirchberg richtig. Im 13. Jahrhundert wurde das Kloster gegründet. Lange lebten dort Dominikanerinnen. 1806 wurde es aufgelöst und ist seither Staatsbesitz. Im April 1851 wurde in den Gebäuden eine der vier Ackerbauschulen des Landes als staatliche Fachschule zur Ausbildung von Landwirten eröffnet. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Ein Zeugnis längst vergangener Zeiten: ein schmiedeeisernes Kreuz auf dem Nonnenfriedhof. Als das Kloster 1806 aufgelöst wurde, durften die Nonnen vorerst dort wohnen bleiben. Die letzte Nonne verließ 1855 das Kloster, die meisten starben dort. Mehrere Gräber haben solche eisernen Grabkreuze. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Nadelwald in seiner schönsten Form. Der Wald zwischen Gruol und Kirchberg ist zwar nicht nur natürlich gewachsen, sondern das Ergebnis einer alten Aufforstung, aber er hat viel natürlichen Charme – bei Nebel genauso wie bei Sonnenschein. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Bernstein - einst Kloster, heute ein Bauernhof mit Ferienwohnungen. An Bernstein, das sehr idyllisch liegt, kommt man vorbei, wenn man die Runde Gruol – Kirchberg – Zimmerner Tal wählt. Das Kloster wurde 1805 aufgelöst. Heute ist das ehemalige Klosterhaus auch Wohnhaus der Besitzerfamilie. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Die Vitus-Kapelle in Gruol im Abendlicht. Am Horizont sieht man die Schwäbische Alb und auf dem Kegelberg die Burg Hohenzollern. Der Turm der Friedhofskapelle hat tausende grüne Ziegel. Die Architekten haben ihren Anteil und ihre Verteilung genau am Computer ausgerechnet. Unten sind es weniger grüne Ziegel, nach oben hin gibt es dann immer mehr. Dadurch entsteht ein schönes Farbspiel. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Die Vitus-Kapelle von innen. Sie stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert und hat mehrere Sanierungen hinter sich. Dennoch ist einiges aus der Ursprungskirche erhalten geblieben. Dachstuhl und Tonnendecke stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die drei Barock-Altäre wurden erst im 18. Jahrhundert gekauft und der Fußboden - ornamentale Zementfliesen - wurde, wie die bemalten Glasfenster, bei der großen Renovierung 1880 eingebaut. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen
Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert - eine Kostbarkeit. Bei der jetzigen Sanierung fand man sie auf einer Innenseite der Empore, hinter der Orgel. Eine Restauratorin hat sie aufwändig freigelegt. Dargestellt ist außer dieser Frauen auch die Kreuzabnahme Christi. Otto Schneider vom Förderverein geht, wie das Landesdenkmalamt, davon aus, dass hinter dem Wandverputz auch im Kirchenraum noch solche Freskenreste vorhanden sind. Jörg Heinkel Bild in Detailansicht öffnen

Wandmalereien freigelegt

Am Ortseingang in Gruol steht eine Kapelle, deren Turm im Sonnenlicht grün leuchtet. Im Inneren entdeckt man mittelalterliche Fresken. Die Decke ist farbig bemalt, die Altäre stammen aus der Barockzeit, die Ornamentfliesen im Fußboden wurden erst vor 140 Jahren verlegt. Die neuen Dachziegel auf dem spitzen Turm entsprechen dem modernsten Stand der Technik. Ihre Farbgebung wurde am Computer berechnet.

Der Panoramaweg rund um Baden-Baden wurde 2020 in der Kategorie "Mehrtagestouren" zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt.

In vier Etappen einmal rundherum um Baden-Baden, dabei den Schwarzwald und die Kurstadt von ihren schönsten Seiten zu präsentieren - dieses Konzept hatte bereits 2004 Erfolg. Damals wurde der Wanderweg in der Kategorie "Mehrtägige Wanderung" zum schönsten Wanderweg ernannt. Mit der erneuten Auszeichnung in diesem Jahr bestätigt der Rundweg seinen Ruf als Premium-Wanderweg einmal mehr.

Die Highlights verteilen sich auf vier Etappen

In vier Etappen zwischen acht und 14 Kilometern präsentieren sich der Schwarzwald und Baden-Baden von ihren Sonnenseiten. Ob Kurhaus, das Neue und das Alte Schloss, der Battertfelsen, die Merkurbahn und das Wildgehege, der Geroldsauer Wasserfall oder der Rosenneuheitengarten - Natur und Genuss kommen nicht zu kurz. Alle Start- und Zielpunkte sind mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Der Wanderweg ist reich an schönen Aussichten

Schöne Aussichten gibt es dabei genügend: Die "Ritterplatte" in 488 Metern Höhe, Engels- und Teufelskanzel und natürlich der Merkurgipfel sind die Highlights der Tour. Da kann einem schon mal die Luft wegbleiben, immerhin sind pro Etappe zwischen 200 und 400 Höhenmetern zu bewältigen.

Service-Tipp: Diese Dinge gehören in jeden Wanderrucksack

Gelebter Minimalismus

Packen Sie ihren Rucksack vor jeder Tour neu und passen sie den Inhalt unbedingt an die Wanderung an. Denn natürlich macht es einen Unterschied, ob an einem Sommertag der Sonnenschutz fehlt oder bei einer Regenwanderung gleich zwei Sonnencremes mitgeschleppt werden.

"Man muss sich Gedanken um seine Ausrüstung machen!"

"Habe ich zuviel eingepackt, ist der Rucksack zu schwer und es wird schwierig, dieser Belastung längere Zeit Stand zu halten", erklärt der Experte und Blogger Alexander Düren. Außerdem leidet der Spaßfaktor unter zu schwerem Gepäck.

Wanderrucksack (Foto: Colourbox)

Das sollte trotzdem rein

Ein teleskopierbarer Wanderstock, der leicht und zusätzlich noch platzsparend im Rucksack verschwindet, sollte mit auf jeder Tour dabei sein. Genauso wie eine wind- und wasserdichte Regenjacke und bei längeren Touren auch eine Regenhose. Wählen Sie ansonsten den Umgebungsbedingungen angepasste, möglichst leichte Multifunktions-Bekleidung und kleiden Sie sich nach dem "Zwiebelprinzip".

Erste Hilfe

Auch ein Erste-Hilfe-Set mit Rettungsdecke gehört unbedingt mit ins Gepäck, so der Deutsche Alpenverein und erinnert an die "112" als bundesweit gültige Notrufnummer für den Ernstfall.

Denken Sie auch an ein Taschenmesser. Kamera und Fernglas sind natürlich optional auch mit einzupacken.

Orientierung

Wandern mit Papier-Karte (Foto: Colourbox)

Selbst wenn Sie auf eine Wander-App und das Smartphone als Outdoor-Navi vertrauen, sollten Sie eine Wanderkarte oder zumindest einen Teil-Ausdruck genauso dabei haben wie einen Kompass.

Gegen die Sonne

Sonnenschutz ist nicht nur im Sommer ein Thema. Denn auch im Frühjahr oder Herbst können Sie mit einer entsprechenden Kopfbedeckung einem Sonnenbrand oder -stich vorbeugen. Achten sie auch darauf, ein Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Lichtschutzfaktor einzupacken. Wer höher hinaus will, der denkt an den Sonnenschutz speziell für die Lippen. Bei Bedarf packen Sie auch eine passende Sonnenbrille ein. Ein Insektenspray kann manchmal ebenfalls nützlich sein. Denken Sie auch daran, eventuell benötigte Medikamente in ausreichender Menge einzupacken.

Essen und Trinken

Trinkflasche (Foto: Colourbox)

Eine gefüllte Trinkblase oder -flasche ist obligatorisch. Experten raten übrigens von stark gesüßten und kalorienhaltigen Getränken wie Apfelschorle oder Limonaden zu Gunsten von ungesüßten Früchte-Tees oder Wasser ab. Pro Person sollte mindestens ein Liter Flüssigkeit kalkuliert werden, rät der Deutsche Alpenverein. Die kulinarische Ausgestaltung der Mittagsrast überlassen wir Ihrer Fantasie. Nur so viel: leicht und bekömmlich sollte es sein. Für den kleinen Hunger oder das Motivationstief eignen sich Müsli- oder Energieriegel genauso wie eine Packung Nüsse oder "Studenten-Futter".
Ein aufblasbares Sitzkissen erleichtert auch im Frühjahr und im Herbst die Wahl des Rastplatzes.

Wasserdicht

Denken Sie beim Packen daran, empfindliche oder feuchtigkeitsanfällige Gegenstände entsprechend zu verpacken. Hierfür eignen sich Zip-Lock-Beutel, kleine wasserdichte Packsäcke oder im Notfall auch ein Müllbeutel. Letzterer sollten sowieso im Gepäck sein, damit keine Abfälle liegen bleiben.

Das macht den Rucksack unnötig schwer

Bergwandern (Foto: Colourbox)

Achten Sie bereits beim Kauf von Wanderausrüstung darauf, dass die Gegenstände leicht und gut verstaubar sind. Experten raten zum Beispiel nicht nur aus Gewichtsgründen von Glasflaschen für den Getränkevorrat ab. Es besteht die Gefahr, dass sie leichter kaputt gehen. Auf Halb- oder Tagestouren ist auch die Powerbank fürs Handy oder der dicke Wanderatlas unnötiger Ballast.

Unterwegs Mit dem Rad das Land erkunden

Sabine Gronau auf den Spuren der Tipps unserer Hörerinnen und Hörer. Schauen Sie, wo sie schon war und schicken Sie selbst einen Tour-Vorschlag.  mehr...

STAND
AUTOR/IN