Weg über eine Holzbrücke mit Bäumen am Wegrand und einem Berg im Hintergrund. (Foto: Privat: Ursula Herrmann)

Unterwegs mit dem Fahrrad entlang der Fils

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Hier lohnt sich eine Fahrrad-Tour: Wir starten am Filsursprung in Wiesensteig und fahren durch den Kreis Göppingen vorbei an Kletterfelsen, Schafen und Wacholderheiden.

Die Fahrrad-Saison hat längst begonnen und unser Vorschlag für eine Tour auf zwei Rädern durch den Landkreis Göppingen bringt Spaß für die ganze Familie und ist gut zu schaffen.

Mit dem Rad fahren wir entlang der Fils durchs "Goißatäle", vorbei an Kletterfelsen und Schafen auf Wacholderheiden.

Startpunkt am Filsursprung in Wiesensteig

SWR4 Hörerin Ulla Hermann aus Deggingen und SWR4 Reporterin Sabine Gronau am Filsursprung (Foto: SWR)
SWR4 Hörerin Ulla Hermann aus Deggingen und SWR4 Reporterin Sabine Gronau am Filsursprung

Zwischen Wiesensteig und Mühlhausen geht die Fahrt unter der derzeit größten Eisenbahnbrückenbaustelle Deutschlands hindurch. Sie bietet auch ein tolles Fotomotiv. Große Schautafeln zeigen, wie die Brücke Stück für Stück gebaut wurde.

 Bernd Weissbrod (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Blick auf die knapp 500 Meter lange Eisenbahnbrücke über das Filstal.)
Blick auf die knapp 500 Meter lange Eisenbahnbrücke über das Filstal. Blick auf die knapp 500 Meter lange Eisenbahnbrücke über das Filstal.

"Goißatäle" und Aussichtspunk

Am Ortseingang von Mühlhausen geht es einen Berg hinauf. Durch Streuobstwiesen gelangen wir so an den ersten Aussichtspunkt. Während einer kurzen Pause können die grasenden Geißen und Schafe beobachtet werden. Dank ihnen kam das "Goißatäle" zu seinem Namen.

Schafherde auf einer Weide. (Foto: Privat: Ursula Herrmann)
Schafherde auf einer Weide. Privat: Ursula Herrmann

Radfahren auf ehemaliger Bahntrasse

Weiter geht die Fahrt auf der ehemaligen Bahntrasse. Auf ihr war bis Anfang der 80er Jahre die Täleskätter von Mühlhausen nach Bad Ditzenbach–Gosbach unterwegs. Die Täleskätter oder auch Tälesbahn genannt, war eine Nebenbahn im baden-württembergischen Oberen Filstal.

Am Ortsanfang an der Ampel rechts über die B466 und gleich nach dem Buswartehäuschen, gegenüber des Gasthofes Hirsch, fahren wir Richtung Sportplätze aus Gosbach raus. Hier ist unser dritter Haltepunkt, der Obstlehrpfad.

Aus den heimischen Apfel- und Birnensorten wird nicht nur Saft und Most gemacht, es entstehen auch edle Brände.

Vulkankegel und Bad Ditzenbach

Rechts sieht man den Vulkankegel mit der Ruine der Grafen zu Helfenstein, der Hiltenburg. Auf der linken Seite die größte Firma des Ortes Bad Ditzenbach: das Kräuterhaus St. Bernhard.

Wir radeln rechts der Fils weiter nach Bad Ditzenbach. Der Kurort mit Thermalbad ist bekannt für die Vinzenzklinik der Barmherzigen Schwestern von Obermarchtal.

Zwischenetappe: Deggingen

Am Kurgelände fahren wir linksseitig der Fils weiter nach Deggingen.   

Die Wallfahrtskirche Ave Maria im Filstal. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, United Archives | Werner Otto)
Wallfahrtskirche Ave Maria im Filstal. United Archives | Werner Otto

Hier erwartet uns ein erster Anstieg, der aber durchaus lohnenswert ist. Am Ende der Burgsteige thront hoch oben auf dem Berg die Wallfahrtskirche Ave Maria. Sie war bis vor drei Jahren in der Betreuung der Kapuzinermönche. Der Orden hat den Ort verlassen.

Dem alten Postweg folgen wir durch Deggingen, rechts der Fils bis nach Reichenbach. Durch die Unterführung kommt man wieder auf den Bahndamm, vorbei am ehemaligen Bahnhof – heute ein Freizeithaus der Deutschen Bundesbahn.

Kaffeepause in Bad-Überkingen

Mit unserem Fahrrad geht es nun durch Hausen, ein Ortsteil von Bad Überkingen. Auf der linken Seite ist die "Hausener Wand/Hausener Felsen" – ein echtes Kletterparadies.

Hausen an der Fils von oben zu sehen. Links und rechts Berge mit grünen Wiesen und Wäldern. Im Tal ist Hausen, ein Ortsteil von Bad Überkingen.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Zoonar | fotoping)
Blick von oben auf Hausen. Zoonar | fotoping

Am Ortseingang von Bad Überkingen liegt bereits der hintere Eingang in den Kurpark. Achtung: Das Fahrrad muss bis an die Filsbrücke geschoben werden.

Auf der Terrasse des Bad Hotels mit sehr schönem Blick auf den Kurpark mit dem Quellentempel und seinen Kaskaden, bietet sich eine Kaffeepause an.

Bekannt ist Bad Überkingen für sein Mineralwasser. Die große Mineralbrunnenfirma des "Überkinger Sprudels" ist mittlerweile aber stillgelegt.                        

Radtour-Finale in Geislingen

Gleich ist es geschafft. Unsere letzte Etappe führt uns nach Geislingen. Wir fahren auf der Halbhöhe auf den ehemaligen Bahndamm, der direkt an die Grenze des Firmenareals der großen Firma WMF führt. Die Fabrikstraße bringt uns entlang der Firmengebäuden in das neu entstandene Outlet Center und die seit Jahrzehnten bestehende Fischhalle, in der die württembergische Metallwarenfabrik ihren Ursprung hatte.

Hier endet unsere Tour nach zirka 30 Kilometern.

Die Filstalroute würde weiterführen flussabwärts über Kuchen, Gingen, Salach, Süßen, Eislingen, Göppingen bis zur Mündung der Fils in den Neckar in Plochingen. Als Wanderweg führt in diesem Teil des Filstals der sogenannte "Löwenpfad" entlang des Albtraufs.

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