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Derzeit fliegt und krabbelt vieles in unsere Wohnungen, das wir vielleicht noch nie gesehen haben. Käfer etwa – die kommen ungefragt und stellen sich nicht vor. Darum tun wir das.

Welche Käfer krabbeln in unsere Wohnungen?

Weltweit gibt es 350.000 Käferarten und allein in Deutschland 7.000! Bei dieser Menge ist es auch ganz klar, dass wir immer wieder Tierchen entdecken, die wir vorher noch nicht kannten. Beispiel Marienkäfer: Die kleinen Käfer mit ihrer roten Farbe und den schwarzen Punkten kennt jeder. Aber allein in Deutschland gibt es rund 70 verschiedene Marienkäferarten. Also wenn man mal einen Käfer entdeckt, den man nicht gleich kennt, ist das kein Grund zur Sorge – vielleicht ist es ja auch nur ein Marienkäfer.

Marienkäfer (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Allein in Deutschland gibt es rund 70 verschiedene Marienkäferarten. Picture Alliance

Was lockt Käfer in Wohnungen?

Pauschal kann man das nicht sagen, weil es so viele unterschiedliche Arten gibt. Manche kommen, weil sie Wasser suchen, und andere fühlen sich von Licht angezogen. Einige mögen Obst und Gemüse, am liebsten wenn es schon faulig ist.

Können uns Käfer gefährlich werden?

Wirklich giftige Insekten gibt es in Deutschland kaum. Marienkäfer scheiden zwar ein gelbes, giftiges Sekret aus, wenn sie sich bedroht fühlen. Damit können sie zwar Ameisen abwehren, aber Menschen nichts anhaben. Der rote Feuerkäfer zum Beispiel sieht zwar gefährlich aus, ist aber vollkommen harmlos.

Ölkäfer (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Der Ölkäfer kann für den Menschen gefährlich werden. Picture Alliance

Eine Ausnahme ist der Ölkäfer. Er ist blauschwarz oder leicht violett glänzend und ungefähr einen bis dreieinhalb Zentimeter lang. Er hat ein großes, längliches, gepanzertes Hinterteil und kann für uns Menschen tödlich sein. Ölkäfer schützen sich vor Feinden mit einem Nervengift: Cantharidin. Schon ein einziges Tier enthält genug Gift, um einen Menschen umzubringen. Aber solange man so einen Käfer nicht isst, ist das halb so schlimm, er sticht nämlich nicht. Wenn er das Gift abgibt, dann an den Beinen und nur wenn er sich bedroht fühlt. Das kann zu einer unangenehmen Hautreizung, zu Rötungen oder Blasenbildungen führen, ist aber nicht tödlich.

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